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Kater wollte hoch hinaus

18.02.2010 | 15:21 Uhr
Kater wollte hoch hinaus

Herne. Die Feuerwehr Herne holt vor dem Marienhospital einen eingeklemmten Kater vom Baum. Für die Berufsfeuerwehr ist so ein Fall eine echte Seltenheit - und teuer zudem.

Dieter Noll saß mit seiner Frau am Frühstückstisch, als er ihn erspähte: den ängstlich dreinblickenden Stubentiger. Oben im Baum, auf dem Grünstreifen vor dem Marienhospital am Hölkeskampring, saß er und miaute.

„Die Katzen wissen wohl, wie sie raufkommen auf den Baum, aber nicht, wie sie wieder runterkommen”, sagt Noll. Eine Nachbarin verständigte schließlich die Feuerwehr. Die kam, legte eine Drehleiter an, schnappte sich den Vierbeiner und übergab ihn an den verständigten Tierfänger der Stadt, der den rot-weißen Kater schließlich ins Gelsenkirchener Tierheim brachte. Zwei Stunden hatte das Tier in luftigen Höhen verbracht.

Oft ist das Tier in gar keiner Notlage

Dass die Berufsfeuerwehr ausrückt, um eine im Baum sitzende Katze zu befreien, erklärt Brandamtsrat Ralf Radloff, sei eine echte Seltenheit. Denn die Feuerwehr ist nur dann zuständig, wenn sich ein Tier tatsächlich in einer Notlage befinde. Das abzuschätzen, erklärt der Feuerwehrmann, sei eine sehr „diffiziele Angelegenheit”: „In 90 Prozent der Fälle sieht es für den Anwohner oder Passanten zwar so aus, als sei das Tier in einer Notlage, ist es aber eigentlich gar nicht”, erklärt Radloff.

Befindet sich ein Tier jedoch tatsächlich in Not, muss die Feuerwehr helfen, das war 2009 14 Mal der Fall. Eine Rettungsaktion wie jüngst im Fall des Katers, sagt Radloff, sei mit nicht unwesentlichem Aufwand und auch mit entsprechenden Kosten verbunden: „Allein der Einsatz eines Drehleiterwagens kostet mehrere hundert Euro pro Stunde.” Wer den Einsatz bezahlen muss, entscheide die Feuerwehr im Einzelfall. Wer ein Tier in einer echten Notlage meldet, muss aber keine Kosten fürchten: „In diesen Fällen zahlt die Allgemeinheit”, sagt Ralf Radloff.

Susanne Meimberg

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Kommentare
19.02.2010
12:42
Kater wollte hoch hinaus
von kelli | #6

Ja, aber warum nicht mal eben die Katze retten? Ist doch einfach nur menschlich und tierlieb, wo ist das Problem dabei?
Die Kosten umlegen ist doch Quatsch, die Feuerwehr ist doch sowieso im Dienst und wird bezahlt. Und wenn vermehrte Spritkosten für den Hubwagen nicht von unseren Sozialabgaben bezahlt werden können, na dann eben hochklettern und das Tier so runterholen.

19.02.2010
12:14
Kater wollte hoch hinaus
von nameerforderlich | #5

Nein, denn die Feuerwehr ist ja immer früh genug da....

19.02.2010
09:33
Blockierter Kommentar.
von udo.michel | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.02.2010
14:11
Kater wollte hoch hinaus
von ehrlichkeit und recht | #3

Der Hubwagen der kommunalen Gartendienste hätte es auch getan.

18.02.2010
12:51
Kater wollte hoch hinaus
von der unheimliche | #2

Wie soll ich von außen entscheiden ob das Flammenflackern in Nachbars Fenster nur ein offerner Methanolkamin ist oder ob seine Hütte abfackelt. Wenn es nur der Kamin ist, der da fackelt, zahl ich dann den Einsatz der von mir gerufenen Feuerwehr ? Präventiv werde ich keine Feuerwehr rufen. Das finanzielle Risiko ist mir zu hoch.

18.02.2010
08:51
Kater wollte hoch hinaus
von FragenüberFragen | #1

Ähh,ist der Drehleiterwagen geleast ? Wird der nach Betriebsstunden bezahlt?Hat die Feuerwehr ihn bei Sixt gemietet?Gehört der uns Bürgern nicht eigentlich sowieso?Bekommen die Feuerwehrleute keinen Lohn wenn sie keinen Einsatz haben und Kaffee trinken?Bekommen sie zusätzliches Geld wenn sie einen Einsatz haben?Müssen wir demnächst bei einem Brand erst die Kerditkarte durch den Feuerwehrschlitz ziehen bevor Wasser marsch erfolgt ?

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