Kasinoverein lud am Pfingstsonntag in seine kleine Oase ein

Eine Idylle: das Gelände des Kasinovereins „Harmonie Unser Fritz“. Hier fand am Sonntag  ein Tag der offenen Tür statt.
Eine Idylle: das Gelände des Kasinovereins „Harmonie Unser Fritz“. Hier fand am Sonntag ein Tag der offenen Tür statt.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Der Kasinoverein „Harmonie Unser Fritz lud am Pfingstsonntag zum Tag der offenen Tür ein. Zahlreiche Gäste kamen und genossen die kleine Oase.

Herne..  Eine Gartenparty bei strahlendem Wetter mit einem bunten Programm: Der Kasinoclub hat am Sonntag zum traditionellen Treff zu Pfingsten eingeladen, und die Gäste kamen zahlreich. Vereinsmitglied Horst „Hotte“ Schröder von den Wanner Mondrittern heizte den Gästen ein, der Senioren-Seemanns-Chor Crange animierte zum Mitsingen.

Mit Kegelbahn, Tennisplatz und einer kleinen, aber feinen Badeanlage bietet der Kasinoverein „Harmonie Unser Fritz“ von 1959 seit fast 60 Jahren ein attraktives Freizeitangebot – anfangs nur für hochrangige Bergmänner. Früher ein Feuerlöschteich, ist das 200 Quadratmeter große Schwimmbecken mit Liegewiese heute die Hauptattraktion für die Mitglieder. Seit drei Jahren führen Uwe Adamaschek und Fritz Bödecker den Verein, der seinen Sitz in der ehemaligen denkmalgeschützten Direktorenvilla hat. „Früher gab sich hier nur die Bergmannselite die Ehre, heute sind auch Menschen ohne Bergbauvergangenheit willkommen, die meisten kommen aus der unmittelbaren Nachbarschaft“, erklärt Adamaschek.

Ohne persönliches Engagement geht auch in diesem Verein nichts. Neben der Wartung des Schwimmbeckens gibt es auf dem großen Gelände immer viel zu tun: „Wir reparieren alles selbst, so weit es geht. Ohne den Einsatz unserer Mitglieder geht es nicht.“ Aus diesem Grunde brachte ein Ehrengast großes Lob im Gepäck mit: Bürgermeister Erich Leichner bedankte sich bei Jürgen van Merwyk, Friedrich Berling, Uwe Adamaschek, Karl Kostrewa, Hans-Uwe Krabbe, Ulrich Galla und Theodor Gottsheim mit dem Ehrenamtsausweis NRW. „Der Kasinoverein ist ein Beispiel für den erfolgreichen Zusammenschluss von Bürgern für Bürger.“ Die wichtigsten Aufgaben sieht der Verein in der Pflege der Direktorenvilla, der Förderung sportlicher Aktivitäten und des bergmännischen Brauchtums. „Wir sorgen natürlich auch für ein abwechslungsreiches Vereinsleben mit Grillfesten, Veranstaltungen und Ausflügen“, erklärt Vorstandsmitglied Marion Schikora. Besonders stolz sind die Mitglieder auf die vereinsinterne Gastronomie. Apropos: Im Februar 2017 hört der aktuelle Pächter aus Altersgründen auf, und es gilt, einen Nachfolger zu finden.