Kapital-Spritze für die WHE
16.05.2008 | 16:22 Uhr 2008-05-16T16:22:00+0200Die Stadt will das Stammkapital der Wanne-Herner Eisenbahn- und Hafengesellschaft (WHE) um zwei Millionen Euro erhöhen.
Noch will der Geschäftsführer der städtischen Wanne-Herner Eisenbahn- und Hafengesellschaft (WHE) den Jahresabschluss 2007 nicht bekannt geben. Mitte Juni wird Karl-Heinz Adams die Zahlen dem Aufsichtsrat vorstellen. So viel aber scheint sicher: Die WHE schreibt weiterhin rote Zahlen. Der Verlust aber soll sich in Grenzen halten. „Wir sind recht zufrieden”, sagt Adams zur WAZ. Im Jahr 2006 hatte die WHE einen Verlust von etwa 1,3 Millionen Euro verzeichnet.
Die Sanierung der Stadttochter, die zuvor derart ins Stottern geraten war, dass im September 2006 die Insolvenz drohte, verläuft positiv. In dieser Einschätzung sind sich Karl-Heinz Adams und Kämmerer Peter Bornfelder einig. In drei Jahren, vielleicht schon früher, will die Gesellschaft wieder Gewinne einfahren. Bis 2012 hat die WHE ein „zukunftsorientiertes und anspruchsvolles Ausbauprogramm” (Adams) vor der Brust. Investitionsvolumen: etwa 10 Millionen Euro.
Das Geld muss sich die Stadttochter über Kredite besorgen. Ausgeben will sie es unter anderem für die Erneuerung von Stellwerken, Gleisanlagen und Kai-Mauer. Da die Stammkapital-Decke recht dünn ist, soll jetzt nachgebessert werden. Die Stadt Herne will sich zu ihrem Unternehmen sowie dem eingeschlagenen Weg der Sanierung bekennen und das Eigenkapital der WHE um zwei Millionen Euro aufstocken. Das Geld kommt laut Kämmerei aus den Erlösen der Teilprivatisierung der Stadtentwässerung bzw. dem Verkauf von RWE-Aktien. „Das Ziel, die WHE weiter zu stärken, steht in Konkurrenz zur Entschuldung und anderer Investitionen. Mehr als die zwei Millionen sind nicht drin”, sagt Peter Bornfelder. Die Kapitalspritze nennt er „einen Beitrag für die gute Zukunft der WHE”.
Beschließen muss das Ganze die Politik. Es gibt Signale der Zustimmung. SPD und Grüne werden die Kapitalspritze wohl durchwinken.
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