Junge Herner Tierschützer legen Schmetterlingswiese an

Endlich Frühling, mit Licht und Sonne - das freut auch die Schmetterlinge: Damit die Schmetterlinge ein Refugium haben, legten junge Tierschützer in Herne eine Wiese an.
Endlich Frühling, mit Licht und Sonne - das freut auch die Schmetterlinge: Damit die Schmetterlinge ein Refugium haben, legten junge Tierschützer in Herne eine Wiese an.
Foto: Martina Möller
Was wir bereits wissen
Im Ökogarten der Herner Tierschutzjugend haben Mädchen und Jungen am Samstag bei einem Aktionstag eine Schmetterlingswiese angelegt.

Herne..  Im Ökogarten der Herner Tierschutzjugend geht es am Samstag geschäftig zu. Pflanzen und Schaufeln müssen aus dem Auto geladen werden, denn für den Aktionstag haben es sich die Nachwuchstierschützer vorgenommen, unter der Anleitung des Vorsitzenden Frank Freisewinkel eine Schmetterlingswiese anzulegen.

„Es geht heute in erster Linie darum, dass in Deutschland 80 Prozent der 190 einheimischen Schmetterlinge auf der roten Liste stehen“, erklärt Frank Freisewinkel. Das liege an der massiven Lebensraumzerstörung durch einseitige, landwirtschaftliche Bebauung von großen Flächen oder Hausgärten mit kurz geschorenem und sattgrünem Zierrasen.

„Deshalb pflanzen wir heute Schmetterlingsflieder und säen Klee und Wickenarten aus, um dem Schmetterlingen ein Refugium zu bieten“, ergänzt Freisewinkel. Wichtig sei auch, dass genügend Futterpflanzen für den Schmetterling im Raupenstadium vorhanden seien. „Die Raupen fressen zum Beispiel verschiedene Klee-Arten, Flockenblumen, Seifenkraut, Lichtnelken, Weiden und Schlehe, um nur einige Pflanzen zu nennen“, so der Tierschützer.

Den beiden Schwestern Katharina und Anna Huda liegen die Schmetterlinge sehr am Herzen. Der Lieblingsschmetterling der elfjährigen Katharina ist der Fuchsschwanz, der mit seiner orangenen Grundfarbe, der braunschwarzen Musterung und dem bunten Fleckmuster an der Vorderseite der Flügel ein besonders farbenfroher Vertreter seiner Art ist. Die ebenfalls elfjährige Anna mag den blassgelben Zitronenfalter am liebsten.

„Tierschutz ist mir generell sehr wichtig“, erklärt Katharina und fügt an: „Schließlich hängt alles zusammen. Wenn es den Tieren und Pflanzen nicht mehr gut geht, sind wir Menschen über kurz oder lang auch betroffen.“ Die beiden Schwestern sind durch ihre Tante zum Tierschutz gekommen. „Frank ist ein Bekannter unserer Tante“, erzählt Anna. Katharina ergänzt: „Vor ein paar Monaten sind wir beide dann das erste Mal für einen Aktionstag hierhin mitgekommen.“ Seitdem packen beide kräftig mit an.

Ob nun beim Pflanzen des Schmetterlingsflieders oder bei anderen Aktionen wie der Entbuschung der Wiese – für beide hat Tierschutz besonders etwas mit Spaß und Zusammenhalt zu tun. „Naturschutz ist so einfach und lustig“, lacht Katharina und erklärt: „Nach den Aktionstagen gehen wir bei gutem Wetter immer alle zusammen ins Freibad. Und auch während wir pflanzen oder etwas anderes machen, lachen wir immer viel.“ Anna fügt an: „Ich verstehe nicht, warum nicht viel mehr Menschen die Natur schützen. Man verbringt Zeit mit coolen Leuten und tut ganz nebenbei noch etwas für die Umwelt.“