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Kulturhauptstadt

Jugendliche von der Ruhr zeigen beim Twins-Projekt Kreativität

05.02.2010 | 18:04 Uhr
Jugendliche von der Ruhr zeigen beim Twins-Projekt Kreativität

Herne. Beim Twins-Projekt zur Kulturhauptstadt stellten auch Jugendliche aus Herne ihr Talent unter Beweis. 34 ihrer Exponate sind im Mai bei der Europäischen Jugendkunstausstellung 2010 in den Herner Flottmann-Hallen zu sehen.

Ob Fotografien, Buntstiftzeichnungen, Aquarelle, ob auf Papier, Leinwand, aus Gips oder gar Eis – der Kreativität waren beim Twins-Projekt „Europäische Jugendkunstausstellung 2010” im Rahmen der Kulturhauptstadt keine Grenzen gesetzt. Insgesamt 1250 Arbeiten reichten Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren aus Essen, Bochum und Herne ein. Die Wanderausstellung ist momentan in Essen zu sehen. Anschließend kommt sie vom 8. bis 29. Mai in die Herner Flottmann-Hallen. 106 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet präsentieren dort 137 ausgewählte Exponate, 34 von ihnen stammen aus Herne. Neun junge Herner Künstler wurden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Tabiha Hübner ist eine von ihnen. Durch Kurse in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel konnte sie zwar schon Ausstellungserfahrungen sammeln. „Ich war trotzdem schon total überrascht, dass ich überhaupt für die Ausstellung ausgewählt wurde”, sagt die 15-Jährige stolz. Doppelt so groß sei die Freude dann gewesen, als ihr Name bei der Ausstellungseröffnung in Essen unter den Sonderauszeichnungen aufgerufen wurde. In der Kategorie der 14- bis 18-Jährigen darf sie mit den anderen Herner Preisträgern Leonie Bednarek, Nadine Rosengärtner (beide mittlerweile 19), Noemi Paprotny (17) und Sascha Rutzen (18) im Oktober in die Herner Partnerstadt Konin (Polen) fahren.

Bloß keine Scheu

Auch Sascha Rutzen freut sich über die Sonderauszeichnung für seine Schwarz-Weiß-Fotografie. In der Schule sei er durch Flyer und Poster auf den Wettbewerb aufmerksam geworden, habe ihn aber schnell wieder vergessen. Erst als Scouts des Projekts in die Schule gekommen seien, habe er sich direkt beworben. „Sie haben noch mal deutlich gemacht, dass man keine Scheu haben muss, auch wenn man vielleicht denkt, dass das, was man macht, ja gar keine richtige Kunst ist.”

„Die beiden Scouts sind ein gutes Instrument, um die Jugendlichen zu erreichen”, so Chris Wawrzyniak vom Projekt. Sie wurden eingesetzt, weil einen Monat vor Anmeldeschluss noch keine einzige Einsendung in Herne eingegangen war. „Die Scouts funktionieren gut. Das zeigt sich darin, dass sich 71 Jugendliche aus Herne schließlich doch noch beworben haben”, so der Veranstaltungskaufmann.

Workshop mit einem renommierten Künstler

Annika Nimz, Jenny Breitkreuz, Karoline Pudelko (alle 21) und Niklas Coskan (19), die Sonderpreisträger in der Altersklasse 19 bis 23 Jahre, dürfen sich statt über eine Reise über eine Postkarte von ihrem Werk sowie über einen Workshop bei einem renommierten Künstler freuen. Voraussichtlich wird dieser im Mai beim Holzbildhauer Christoph Platz stattfinden.

Stolz können aber nicht nur die Sonderpreisträger und die Jugendlichen sein, deren Werke ausgestellt werden. Die Herner Ausstellungsleiterin Jutta Lauriat betont, dass die Jury hochkarätig besetzt war: „Auch die Ausjurierten haben tolle Arbeit geleistet und ein ordentliches Feedback bekommen. Das soll die Jugendlichen nicht abschrecken, sondern sie auffordern, beim nächsten Mal wieder mitzumachen.”

Jennifer Kalischewski

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