Jecken feiern auf engstem Raum
15.11.2009 | 16:41 Uhr 2009-11-15T16:41:00+0100
Herne. Mit akutem Platzmangel und jeder Menge guter Laune startet die 1. Herner Karnevalsgesellschaft in die neue Session. Das Haus Möller-Nobbe platzte zwar aus allen Nähten, aber das störte den Spaß nicht im Geringsten.
„Warum seid ihr gekommen?- Bestimmt, weil ihr mit uns den Karneval feiern wollt.” Mit diesen Worten eröffnete die 1. Herner Karnevalsgesellschaft (HaKaGe) die neue Session 2009/10. Klaus Mahne, Präsident und 1. Vorsitzender, begrüßte am Samstag pünktlich um 20.11 Uhr die versammelten Jecken im Haus Möller Nobbe. Nach dem Einzug der neuen Prinzenpaare Prinz Ulrich I., Prinzessin Gaby I., Kinderprinz Nico I. und Kinderprinzessin Lea I. sowie der Garden riefen knapp 220 Narren gemeinsam dreimal „Helau”. Der erfolgreiche Auftakt war geschafft.
Vielfältiges Programm
Das Programm war vielfältig. Mit Gardentänzen und moderneren Showtänzen der Prinzengarde, Kükengarde und Minigarde sowie einem Männerballett und der traditionellen Büttenrede sollte für jeden Geschmack etwas zu finden sein. „Das Männerballett ist schon eine lustige Sache. Schließlich verkleiden sich drei der Männer als Frauen”, erzählt Klaus Tittel, Pressesprecher der HaKaGe.
Überhaupt war die Stimmung ausgelassen. Trotz einer fast unerträglichen Wärme und akutem Platzmangel ließen es sich die Mitglieder und Besucher nicht nehmen, bei dem Vereinslied kräftig zu schunkeln und mitzusingen.
Währenddessen ging es in dem Umkleideraum hoch her. Schlag auf Schlag hörte man Rufe wie „Wo ist das Haarspray?” oder auch „Ich hab meine Mütze verlegt", und schon wurde die Tür wieder aufgeworfen und die Mädchen der Prinzengarde stürmten aus dem Raum heraus in Richtung Bühne. „Hier herrscht den ganzen Abend ein hektisches Gewusel, aber alle haben Spaß dabei”, berichtet Klaus Tittel.
Auch die Kleinen haben ihren großen Auftritt
Die ganz Kleinen durften auch zeigen, was sie können. Als Kükengarde tanzten und sprangen sie zu der Musik von „Bibi Blocksberg” in hexengetreuen Kostümen und begeisterten ihr Publikum. Doch was wie reiner Spaß aussieht, ist auch harte Arbeit: Die Kükengarde trainiert einmal die Woche und die Prinzengarde zweimal die Woche. „Man muss schon ein Erzkarnevalist sein und wirklich mit allem dahinter stehen, sonst wird das nichts”, erklärt der Präsident Klaus Mahne. Natürlich wurden neben den Showeinlagen auch Orden verliehen. Der Orden der neuen Session zeigt die Führerlokomotive des Karnevalszugs. Doch die Ehre, den Anstecker tragen zu dürfen, hat seinen Preis. Klaus Tittel: „Wer den Orden bei einer Veranstaltung vergisst, muss Geld in die Kasse werfen.”
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