Jasmin Krause-Ammer häkelt modische Mützen

Jasmin Krause-Ammer bietet mit ihrem Modelabel „Eisstrand“ unter anderem Häkelmützen.
Jasmin Krause-Ammer bietet mit ihrem Modelabel „Eisstrand“ unter anderem Häkelmützen.
Foto: Bodemer
Was wir bereits wissen
Jasmin Krause-Ammer bietet in Wanne-Süd handgemachte Mützen und Schals unter dem Namen „Eisstrand“. Jedes Teil ist ein Unikat.

Herne..  Modelle hat sie viele gehäkelt, in allen Farben, in allen Mustern - und das hat seinen guten Grund. 89 Euro für ein Mützchen, diesen Betrag wollte die Mutter einer kleinen Tochter bei aller Liebe dann doch nicht ausgeben. Schon gar nicht für ein ganz gewöhnliches Model. Also ging Jasmin Krause-Ammer in ein Fachgeschäft für Wolle und bat die Verkäuferin, ihr das Häkeln beizubringen. „Das war im Urlaub vor vier Jahren, in Sankt Peter-Ording“, erinnert sie sich an diesen Tag, der nicht in unerheblichem Maße zu einer kleinen Wende in ihrem Leben führen sollte. Mittlerweile verkauft Jasmin Krause-Ammer ihre eigene Produktion, garantiert handgemacht - und jedes Teil ein Unikat. „Eisstrand“, so der Name ihres Labels.

Ihre Tochter Vivien ist mittlerweile sieben Jahre alt und macht in der Schule bei den Freundinnen ordentlich Werbung für die selbst gehäkelte Ware von Mama. Die freut sich über die wachsende Kundschaft. Wie es zu dem Markennamen kam? „Wir fahren gerne in den Skiurlaub, wir sind gerne am Strand: Was blieb ist Eisstrand.“

Dabei überzeugt die Geschäftsfrau nicht nur mit dem Namen ihres Labels sondern auch mit ihrer Handarbeit. „Die Wolle für meine Ware kaufe ich immer woanders“, sagt die 36-Jährige. „Aber fast immer im Urlaub.“ Doch auch Wollfachgeschäfte aus der Region wie in Bochum, Recklinghausen oder natürlich Wanne werden von ihr unterstützt. Es soll eben nicht jedes Teil gleich aussehen. Auch arbeitet sie mit Wolle, die vor UV-Strahlen schützt. „Das ist vor allem für Kleinkinder von Vorteil“, sagt sie. Generell gilt: Der Kunde ist König und gibt bei Jasmin Krause-Ammer direkt in Auftrag, in welchen Farben er Mütze, Schal, Handytasche oder was auch immer erwerben möchte. Ob mit Bommel oder ohne, für Frauen oder Männer – oder doch lieber in kleinen Größen für den Nachwuchs: Die Frau mit den flinken Fingern erledigt jeden Wunsch prompt. Für einen Schal zahlt der Kunde bei ihr rund zehn Euro, die Mützen fangen bei 20 Euro an.

Dabei griff die „Unsere Fritzerin“, wie sie sich voller Stolz nennt, längst nicht immer zur Häkelnadel. Gelernt hat sie den Beruf der Kosmetikerin und betreibt darüber hinaus ihr eigenes Studio an Hauptstraße 163 in Wanne-Eickel. Dass sie eines Tages mal ihre Freizeit mit Häkeln verbringen würde, das hatte sie so nicht geplant. „Doch es ist wie eine Sucht, ich kann gar nicht mehr aufhören, so viel Spaß habe ich bei der Handarbeit“, sagt sie und ihre Augen leuchten. Wer die bunt gehäkelten Mützen in der Hand hält, glaubt dieser Frau aufs Wort.

Infiziert ist sie vom Häkelvirus – und das wird sich wohl auch in Zukunft nicht ändern.