Islamische Gemeinde in Herne verurteilt Pariser Attentat

Der Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris hat weltweit Entsetzen und Trauer ausgelöst. Auch die islamische Gemeinde Röhlinghausen verurteilt den Anschlag scharf.
Der Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris hat weltweit Entsetzen und Trauer ausgelöst. Auch die islamische Gemeinde Röhlinghausen verurteilt den Anschlag scharf.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die islamische Gemeinde in Röhlinghausen ist entsetzt über den Anschlag auf „Charlie Hebdo“. „Das ist ein barbarischer Akt“, so der Vorbeter.

Wanne-Eickel..  Die islamische Gemeinde Röhlinghausen zeigt sich entsetzt über den Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“, bei dem am Donnerstag zwölf Menschen ermordet wurden - mutmaßlich von Islamisten. „Erneut waren wir schockiert. Erneut mussten wir ansehen, wie Menschen wegen ihrer Meinungen zu Opfern wurden. Erneut wurden die Grundwerte der demokratischen Gesellschaft angegriffen“, schreibt Ibrahim Nazik, Vorbeter der Gemeinde, in einer Stellungnahme. So seien Vorurteile gestärkt und das Streben nach friedvollem Zusammenleben der Andersdenkenden und -glaubenden in seinem Fundament erschüttert worden.

Mit großer Wahrscheinlichkeit seien viele Muslime nicht mit allem einverstanden gewesen, was in der Vergangenheit in dem Magazin „Charlie Hebdo“ veröffentlicht wurde, heißt es weiter: „Kein gläubiger Mensch würde sich freuen, wenn ein Prophet, ob Moses oder Muhammad, der Papst oder ein Heiliger einer Religion beleidigt wird. Aber das, was in Paris passiert ist, ist ein barbarischer Akt, eine abscheuliche Tat, ein terroristischer Angriff und kann nicht die richtige Vorgehensweise sein, weder die eines Muslims noch die eines Menschen überhaupt. Wir Muslime in Herne akzeptieren es nicht und verurteilen es aufs Schärfste.“

Nicht jeder müsse den Propheten anerkennen, nicht jeder sich einem Glauben anschließen, so Nazik weiter. Der Koran halte seinen Gläubigen immer wieder vor, dass die Verschiedenheit der Menschen nicht nur nach Vermögen und Farbe, Geschlecht oder Sprache eine schöpferisch natürliche Sache sei. Er bezeichne die Vielfältigkeit der Religionen und Weltanschauungen als gottgewollt.

Die Terroristen in Paris hätten nicht den Propheten gerächt, sondern seinen Namen missbraucht und in den Schmutz gezogen. „Die Mitglieder der islamischen Gemeinde trauern um die Opfer des schrecklichen Attentats. Unser herzliches Beileid gilt den Angehörigen. Wir verurteilen jegliche Art von Terror an Menschen auf der ganzen Welt.“