Irrläufer, Bekenntnisse und absurde Ideen

Januar




„Die Idee ist absurd. Dafür sind wir ja bekannt.“
Bernd Faust (Westfalia Herne) zum Plan, alle Saisontickets der Kartenbörse Viagogo zu überlassen, um den Verein schuldenfrei zu machen.
„Es macht mich sehr betroffen, dass dieser Fehler geschehen ist.“
Theo Freitag, Chef der Elisabeth-Gruppe, zum Verschwinden eines toten Frühchens aus dem Marienhospital.

Februar




„Im Moment fällt mir keiner ein.“
Karnevals-Präsident Klaus Mahne auf die Frage nach seinem Lieblingswitz.


„Die Anlage ist nicht als dauerhafte Einrichtung geplant.“
Jürgen auf’m Kamp (Stadt) über das Containerdorf für Flüchtlinge am Zechenring.


„Zwei Stunden war ich mit den Kollegen unterwegs und habe Tonnen geleert. Das war sehr anstrengend.“ Horst Tschöke, Entsorgung Herne.

März




„Das ist wie Sophia Loren erwarten und Angela Merkel bekommen.“
Der schrille Comedian Kay Ray über alkoholfreies Bier. Er selbst sprach auf der Bühne reichlich dem Wodka zu - und zog sich später komplett aus.

April


„Probleme hat man früher in der Politik auch schon mal bei einem Bier an der Theke gelöst.“
Henny Marquardt, scheidende Bezirksbürgermeisterin in Sodingen.


„Wer seinen Betrieb langfristig sichern will, muss ausbilden.“
Hans-Joachim Draht, Kreishandwerksmeister, zur Ausbildungssituation.

Mai




„Dies ist ein lebendiges Beispiel für kommunale Kooperation.“
OB Schiereck über die Anbindung des Logistikparks Schloß Grimberg durch Herne und Gelsenkirchen.


„Wegen des diffusen Meinungsbildes zur Zukunft der Städtepartnerschaft mit Hénin-Beaumont.“
Oberbürgermeister Horst Schiereck begründet die Absage seiner Reise in die französische Partnerstadt Hénin-Beaumont, in der seit den Kommunalwahlen im März der rechtspopulistische Front National regiert.

Juni



„Viele Straßen gleichen Labyrinthen.“
Frank Michalowsky (Stadt) über den Tag nach dem Pfingststurm Ela.


„Die Kooperationsvereinbarung ist nicht CDU light, sondern SPD pur.“
SPD-Fraktionschef Frank Dudda zur neuen rot-schwarzen „Koalition“ im Rat.

Juli




„Man kann auch ohne Fußball leben. Mir fehlt nichts.“
Ex-Schalke-Fußballer Yves Eigenrauch bei der Eröffnung der Fußballausstellung im Heimat- und Naturkundemuseum Wanne-Eickel.


„Dass ich begeistert bin, wäre fast noch untertrieben.“
Joachim Grollmann, Chef der Wirtschaftsförderungsgemeinschaft, über die Ansiedlung von Nordfrost.


„Das ist wie Lego für Erwachsene“

Bauleiter Kolja Gerke über die Montage der Beton-Fertigbauteile bei der Errichtung des Kaufland-Supermarktes in Wanne-Eickel.

August




„Eine kuschelige, kleine Familienkirmes mit ein bisschen mehr von allem.“
Werner Friedhoff, Fachbereichsleiter öffentliche Ordnung der Stadt, über die Cranger Kirmes.


„Die Eickeler wollen unisono eine Wiederöffnung.“
Martin Kortmann, Eickeler Bezirksbürgermeister, zur Sperrung der Hordeler Straße.


„Es gibt Gerüchte, dass er sich verlaufen hat.“
OB Schiereck über Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel, der sich zur Eröffnung der Cranger Kirmes kräftig verspätete.


„Unsere Kirchenmitglieder treten leider auch aus, wenn sie sich über den Papst geärgert haben.“
Superintendent Reiner Rimkus über die weiterhin steigende Zahl an Kirchenaustritten in der evangelischen Kirche.


„Der Hauptbahnhof Wanne-Eickel macht nicht wirklich Lust aufs Aussteigen.“
Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn e.V.

September




„Das gibt es wohl nur in Herne: zwei Großveranstaltungen in nur 1500 Metern Abstand stattfinden zu lassen - das gleicht einem Schildbürgerstreich!“
Friedrich Lengenfeld (Werbegemeinschaft Holsterhausen) kritisiert Stadtmarketing, das zeitgleich zum Holsterhauser Herbstfest den „Feuerabend“ einlud.


„Herne gehört zu den schnellsten Internetstädten Deutschlands.“
Hans Werner Klee, Stadtkämmerer.


„Es wird immer wichtiger, Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.“
Rainer Hageleit (Haranni-Gymnasiums) über die Einführung des gebundenen Ganztags.

Oktober




„Ich bin so froh, dass ich es hierhin geschafft habe und dass meine beiden kleinen Kinder jetzt eine echte Kindheit leben können.“
Der syrische Asylbewerber Alain, der mit Familie in der Notunterkunft im Sportpark Eickel untergekommen ist.


„Meine Frau möchte langfristig hier leben. Da stehe ich voll hinter.“
Der weltberühmte Pianist Martin Stadtfeld, der 2008 nch Wanne zog.


„Die kommunale Politik ist ein ausgesprochen guter Partner und immer zu Gesprächen bereit.“
Susanne Wolf, Schuldnerberaterin.

November


„Das ist die Krux, dass die Tabletten nicht sofort verfügbar sind.“

Vera Clement, Sprecherin des NRW-Innenministeriums, zur vorgeschriebenen Lagerung von Jodpillen für ein Reaktor-Unglück.


„Ich hatte das Gefühl, dass ich leerer und leerer werde.“
Thomas Rech, ehemaliger Intendant des Mondpalasts in Wanne-Eickel.


„Das ist mindestens das dritte Richtfest an diesem Standort.“
Theo Freitag, Geschäftsführer der Elisabeth-Gruppe, beim Richtfest am St. Marien Hospital Eickel.

Dezember



„Der Boden ist in Herne eines der höchsten Güter.“
Hiltrud Buddemeier vom BUND zur Asphaltierung der Erzbahntrasse.


„Jahrelang haben wir nicht einen einzigen Antrag durchgekriegt.“
Jörg Höhfeld von den Grünen zu den Anfängen im Rat vor 30 Jahren.


„Der Sturm hat alles auf den Kopf gestellt.“
Heinz-Jürgen Kuhl, Leiter von Stadtgrün, zu den Auswirkungen des Sturms Ela auf die Grünflächen.