Initiative zur Errichtung von Gemeinschaftsgärten in Herne

In anderen Städten gibt es bereis „Urban Gardening“. im Bild: die Eröffnung einer Kräuterstation am VHS-Kiosk in Witten.
In anderen Städten gibt es bereis „Urban Gardening“. im Bild: die Eröffnung einer Kräuterstation am VHS-Kiosk in Witten.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Grünen haben eine Vorstoß zur Errichtung von Gemeinschaftsgärten gestartet. In anderen Städten hat sich dieses Angebot bereits etabliert.

Herne..  In Städten wie Castrop-Rauxel, Dortmund, Bochum oder Essen sind bereits Gemeinschaftsgärten entstanden. Und auch in Herne könnte dieses Angebot schon bald ins Leben gerufen werden. Die Ratsfraktion der Grünen hat eine entsprechende Initiative fürs „Urban Gardening“, so der Fachbegriff, gestartet - und damit bei der Verwaltung offene Türen eingerannt.

Auf breite Zustimmung stieß ein Antrag von Sabine von der Beck (Grüne) in der Sitzung des Umweltausschusses. Die Grünen hätten damit einem Vorstoß der Verwaltung vorweg genommen, sagte Umweltdezernent Karlheinz Friedrichs. Zur nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 25. Februar habe die Stadt bereits eine Referentin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) eingeladen, die über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten und „Potenzialflächen“ fürs Urban Gardening berichten soll, kündigte der Dezernent an. Auch Roberto Gentilini (SPD) lobte den Vorstoß der Grünen und signalisierte Unterstützung.

„In vielen Nachbarstädten werden bereits gute Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen von ,Gemeinschaftsgärten’ gemacht“, so Sabine von der Beck.

Geschätzt von jungen Familien

Menschen könnten auf diese Weise mitten in der Stadt Naturerfahrungen sammeln und teilen. „Dabei bilden sich oft auch neue Nachbarschaftsbeziehungen, die vor allem in Bestandsquartieren überhaupt nicht selbstverständlich sind“, so die Politikerin der Grünen.

Kein Gemeinschaftsgarten gleiche dabei dem anderen. Es gebe verschiedene Träger, Zielgruppen, Anbauweisen, Anbauschwerpunkte und Organisationsformen. „,Urban Gardening’-Angebote würden vor allem von jungen Familien geschätzt. Sie könnten zudem dazu beitragen, Menschen mit Migrationshintergrund zu integrieren. Und: Bildungsfernen Jugendlichen oder Langzeitarbeitslosen böten Gemeinschaftsgärten unter Umständen Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt.