In Herne gibt es im Sommer 4800 Plätze in Kindertagesstätten

Wenn die MaKita im Sommer von der Düngelstraße nach Wanne-Süd umzieht, will die Awo die Räume in Herne übernehmen und dort ebenfalls eine Kita einrichten. Unser Bild zeigt eine Aktion zum gesunden Essen in der MaKita.
Wenn die MaKita im Sommer von der Düngelstraße nach Wanne-Süd umzieht, will die Awo die Räume in Herne übernehmen und dort ebenfalls eine Kita einrichten. Unser Bild zeigt eine Aktion zum gesunden Essen in der MaKita.
Foto: WAz FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder bis zu sechs Jahren geht in Herne weiter voran. Allein die Awo will zwei Einrichtungen eröffnen.

Herne..  Der Ausbau von Betreuungsplätzen von Kindern in Herne geht weiter voran: Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres stehen in Herne 4800 Plätze für die Betreuung von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren zur Verfügung. Das erfuhr gestern der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie, der über die Angebotsstruktur in den Kindertagesstätten abzustimmen hatte. Für Kinder im Alter von über drei Jahren (Ü3) gibt es stadtweit im Sommer 3807 Plätze, was einer Versorgungsquote von 102,8 Prozent entspricht. Für Kinder unter drei Jahren (U3) gibt es in Kitas 993 Plätze, weitere 248 in der Tagespflege (Tageseltern); dies entspricht einer Versorgungsquote von 33,4 Prozent.

Dazu tragen verschiedene kleinere Einzelmaßnahmen bei, wie die Erweiterung von bereits bestehenden Einrichtungen um eine Gruppe. Aber in zwei Kitas müssen auch Gruppen mit zwei Plätzen überbelegt werden - was zulässig sei, so Sarah Gentilini, im Fachbereich Kinder, Jugend, Familie für die Kita-Planung zuständig. Kritischer sieht es da in der Katholischen Kita Klosterstraße aus, wo es eine Überbelegung von sechs Ü3-Kindern gibt. Das Landesjugendamt habe dem nur nach einem Ortstermin und unter Auflagen zugestimmt. Das Problem, erklärte Sarah Gentilini auf Nachfrage von SPD-Sprecher Udo Sobieski, sei dort durch eine ungünstige Altersstruktur entstanden. Der Fachbereich wolle dies zum Anlass nehmen, alle Kitas unter diesem Aspekt zu überprüfen - bei zwei weiteren Einrichtungen zeichne sich bereits ein ähnliches Problem ab.

Die meisten zusätzlichen Plätze entstehen jedoch durch neue Kitas. Zum einen will die St. Elisabeth-Gruppe im Sommer unter der Trägerschaft der MaKita mit den ersten Gruppen im umgebauten Solbad in Wanne-Süd starten. Die dann an der Düngelstraße durch den Umzug zur Verfügung stehenden ehemaligen MaKita-Räume mietet die Awo von der St. Elisabeth-Gruppe, um dort ebenfalls eine Kitas zu eröffnen. Allerdings sei der Mietvertrag für die Düngel­straße auf drei Jahre beschränkt, so Ernst Steinbach, Geschäftsführer des Awo-Bezirks Ruhr-Mitte. „Wir wollen in der Gegend aber auch darüber hinaus eine Kitas betreiben,“ sagte er im Gespräch mit der WAZ. „Wir fangen vom ersten Tag an, neue Räume dafür zu suchen.“

Außerdem will die Arbeiterwohlfahrt an der Gelsenkircher Straße 111 in Bickern eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen und 75 Kindern eröffnen; 16 Plätze davon sind für die Betreuung von U3-Kindern vorgesehen. „Ein Investor baut, wir mieten und betreiben“, beschreibt Steinbach das Verfahren. Es könne losgehen, sobald der Ausschuss für Kinder, Jugend, Familie dem Vorhaben zugestimmt habe. Das hat er getan - einstimmig.