In Herne droht ein längerer Streik in den städtischen Kitas

Viele Kitas könnten Anfang Mai dicht sein.
Viele Kitas könnten Anfang Mai dicht sein.
Foto: WR
Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen droht ein längerer Kita-Streik. Betroffen wären die 19 städtischen Kitas, womöglich mehrere Tage am Stück.

Herne..  Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (die WAZ berichtete) droht nun ein längerer Kita-Streik. Ab Ende April steht eine Urabstimmung an, sprechen sich dabei bundesweit 75 Prozent der Gewerkschafter für einen Ausstand aus, treten auch die rund 300 Beschäftigten in Herne in den Streik. Das kündigt Verdi-Sekretär Norbert Arndt an.

Zwischen dem 6. und 9. Mai würde seine Gewerkschaft in die Fortsetzung des Tarifkonflikts „steil einsteigen“. Näheres will er noch nicht mitteilen, nur so viel: „Das werden alle merken.“ Zur Erinnerung: In den vergangenen drei Streikrunden waren an drei verschiedenen Tagen unter anderem alle 19 städtischen Kitas dicht, betroffen waren über 1500 Kinder und ihre Eltern. Auch im allgemeinen sozialen Dienst (ASD) sowie unter anderem in der Jugendförderung kam es zu Einschränkungen. Wie berichtet fordert Verdi eine Verbesserung der Eingruppierung der Beschäftigten mit einem Lohn-Plus um zehn Prozent.

Es sei „nicht auszuschließen“, so Verdi-Sekretär Arndt, dass nach einer erfolgreichen Urabstimmung im Mai an mehreren Tagen hintereinander gestreikt werde. Es sei durchaus möglich, dass dann Notgruppen eingerichtet werden, darüber würde die Stadt mit der Gewerkschaft verhandeln. Im letzten Kita-Streik vor einigen Jahren sei je eine Notgruppe in Herne sowie in Wanne-Eickel eingerichtet worden. Eltern, meint Arndt, hätten Verständnis für den Streik der Beschäftigten.