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Im Wagen vor mir

15.07.2008 | 18:39 Uhr

Die Herner DJs Woody van Eyden und Alex M.O.R.P.H. haben ihren eigenen Float auf der Dortmunder Loveparade.Außerdem schmeißen sie eine der offiziellen Aftershow-Partys am Samstagabend

Auf dem Loveparade-Float pumpt der Bass mit 135 Beats pro Minute. Liebhaber der elektronischen Musik feierten dazu auch schon im letzten Jahr auf dem Herner Wagen. Foto: WAZ, Archiv Legen selbst bei Parade und Aftershow-Party auf: DJ Woody van Eyden und DJ Alex M.O.R.P.H.. Foto: WAZ, Quickels

Der Float Nr. 25 der Dortmunder Loveparade ist fest in Herner Hand: Die Szenegrößen Woody van Eyden und Alex M.O.R.P.H. lenken am Samstag ihren eigenen Tanzwagen über die B1 und versprechen eine internationale Party mit DJs aus neun Ländern. "Dabei werden auch alle möglichen Stilrichtungen, von Trance über Elektro und House bis zu Techno vertreten sein", erklärt Woody van Eyden.

Zusammen mit Alex M.O.R.P.H. zeichnet der gebürtige Holländer und Wahl-Eickeler verantwortlich für die weltweit empfangbare Radiosendung "Heavensgate". Unter diesem Namen vermarktet van Eyden aber auch Partys wie zuletzt die Boot-Party auf dem Rhein-Herne-Kanal. Und nun richtet "Heavensgate", neben dem Float, auch noch eine der drei offiziellen Aftershowpartys der Liebesparade aus. Die heißen offiziell "Loveweekend Aftershow Partys". "Ich find's auch schrecklich, aber eigentlich ist der Name ja egal. Eine von nur drei offiziellen Partys machen zu dürfen, ist schon etwas Besonderes und eine große Ehre", fügt van Eyden hinzu. Er selbst war 1996 zum ersten Mal bei der Loveparade und auch im letzten Jahr in Essen dabei.

Für das Party-Line-Up am kommenden Samstag hat der erfolgreiche DJ und Musikproduzent seine Kontakte spielen und fast 20 Stars einfliegen lassen: Menno de Jong, Sean Tyas, Ronald van Gelderen, Joop, Funabashi, Chriss Ortega, Oscar de la Fuente und andere werden ab 20 Uhr auf zwei Floors im Dortmunder Dietrich-Keuning-Haus am Pult stehen. "Und weil die dann eh alle schon mal da sind, legen sie auch gleich noch vorher auf dem Float auf", grinst der mittlerweile 45-Jährige.

Nur etwa eine halbe Stunde Zeit wird jeder einzelne Act auf dem "Heavensgate"-Wagen haben, dann wird gewechselt. Rund 80 Gäste nimmt der optisch in den Farben Weiß, Türkis und Lila gehaltene Truck auf, bis zu zehn Leute will van Eyden spontan und zeitlich begrenzt auf den Wagen dazu holen. "Das behalte ich mir vor. Man sieht ja immer noch mal jemanden in der Masse, einen alten Bekannten oder einen der besonders freakig gestylt ist. Und der soll dann auch auf dem Wagen mittanzen können."

An Bord sind am Samstag außerdem Teams vom Internet-Musiksender "iMusic", von Sat1 und vom Web-Radiosender "SunshineLive". Letzterer ist neben dem "Fridaydom" vom Bochumer Prater ein weiterer Kooperationspartner von "Heavensgate". "Man muss nicht nur gut sein, man muss auch dafür sorgen, dass die Leute das draußen auch mitkriegen", gibt sich van Eyden geschäftsmännisch. Die Ruhrgebiets-Loveparade findet er übrigens besser als die Vorgänger in Berlin: "Im Ruhrgebiet ziehen einfach alle an einem Strang, die Behörden, die Polizei und die Veranstalter. Hier gibt es ein echtes Miteinander, und ich freu' mich riesig auf die Parade. Das wird sicher lustig, die ganze Zeit immer um die BVB-Geschäftsstelle herum zu fahren."

Von Susanne Meimberg

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Kommentare
21.07.2008
17:26
Im Wagen vor mir
von bernardo | #1

Im Wagen vor mir und hinter mir fährt....die gähnende Langeweile??

Die Kult-Band Einstürzende Neubauten haben es schon 1984 richtig erkannt - ist der Kommerz erst durch bleibt nichts mehr von Kult und Kunst übrig - Ich will ja nicht nörgeln, aber was ich da gesehen hatte eher mit einem Traktor-Trial-Kontest als mit der einstigen Love-Parade zu tun (das war tatsächlich der interessantere Teil). Von dem was der Zeitgeist derzeit zu bieten hat - war alles zu sehen - pure Langeweile - Nur wenige Menschen Abseits der Strecke gaben sich ein wenig Mühe um dem Ganzen ein wenig Chichi zu geben? Die Float-Teilnehmer waren größtenteils nur noch die Zuschauer, weniger die Anheizer oder gar Kreativen. Ärmlich und erbärmlich! Die meisten Floats (steht übersetzt wohl eher für - keine Dekoration, keine besonderen Einfälle -) waren mit in Seide-Gehüllten-Paphirnen aufgefüllt, Winki-Winki, Wackel-Wackel und am Frauen-Slips-riechende Philosophie-Studenten im 39 Semester, die ein Freiticket in einer, Ich mach-peinlich Show, ergattert hatten. Davor, darunter, darüber gelangweilte und genervte Protagonisten welche auch in einen Herdenmarsch zum Kastanien nach Brunsbüttel gelaufen wären, hätte man es von ihnen gefordert.
Die Unterschichten-Medien sollten sich schnellstens dramatischeres Ausdenken, da sonst bald - Die Langeweile - ein allgemeiner Trend wird und der läßt sich nun mal schlecht verkaufen.
Mein Berufswunsch - natürlich DJ auf einen Float!

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