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Im Schnitt sichere Straßen

09.02.2010 | 08:30 Uhr
Im Schnitt sichere Straßen

Aktuelle Unfallstatistik der Polizei: 2009 hat es in Herne weniger Verkehrsunfälle gegeben. Allerdings kamen dabei mehr Personen zu Schaden.

Die Polizei hat die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2009 vorgelegt: Im vergangenen Jahr kam es in Herne und Wanne–Eickel zu 4318 Verkehrsunfällen, dabei kamen 452 Personen zu Schaden, zwei Menschen starben.

Mehr Fahrzeuge unterwegs

Immer weniger Menschen, sind immer mobiler. So konnte man den Grundtrend formulieren. In Zahlen ausgedrückt: Während die Einwohnerzahl Hernes um rund 1500 auf 166 924 sank, ist die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge auf 103 252 gestiegen.

Unfallwahrscheinlichkeit

Die so genannte Verunglücktenhäufigkeit, das heißt die Zahl der Verletzten je 100 000 Einwohner, ist im Polizeibezirk Bochum (Bochum, Herne, Witten) so niedrig wie sonst nirgendwo in NRW. Und das gilt für alle Bevölkerungsgruppen, für Kinder genauso wie für Senioren.

Zahl der Unfälle

Mit 4318 Verkehrsunfällen ist die Zahl der Unfälle 2009 im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken. 2008 hat es im Stadtgebiet 4327 Mal gescheppert.

Personenschäden

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen zu Schaden gekommenen Personen ist gestiegen: von 414 im Vorjahr auf 452. Allerdings hatte es 2008 besonders wenige Verletzte gegeben (in den Jahren zuvor waren es zwischen 450 und 540 gewesen). Von den 452 Verletzten wurden 397 nur leicht verletzt, zwei Personen starben.

Kinder und Jugendliche

2009 wurden 48 Kinder unter 15 Jahren bei einem Unfall verletzt. Das sind zwar vier Kinder mehr als im Vorjahr, jedoch setzt sich der Trend sinkender Fallzahlen generell weiter fort. Erfreulich: „Der Anteil passiv verunglückter Kinder etwa als Beifahrer im Auto geht massiv zurück”, so Manfred Kibbas, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Bochum. Bei den jungen Erwachsenen (18 bis 24-Jährigen) setzt sich der Trend sinkender Verunglückungszahlen fort: 2009 waren es 56, in den Vorjahren noch zwischen 60 und 80.

Senioren

43 Senioren (ab 65 Jahren) kamen 2009 im Straßenverkehr zu Schaden, das ist der tiefste Stand seit fünf Jahren. Jedoch: „Die absolute Zahl der verunglückten Senioren ist zwar rückläufig, was wir aber mit gewisser Sorge betrachten ist die Tatsache, dass sie – wenn sie in einen Unfall verwickelt sind – zu etwa 80 Prozent auch die Verursacher sind”, so Manfred Kibbas.

Unfallschwerpunkte

Nachdem es in den davor liegenden Jahren 2007 und 2008 nur zu einem Unfall gekommen war, krachte es an der Kreuzung Hammerschmidtstraße / Wilhelmstraße / Schlachthofstraße in Wanne 2009 gleich neun Mal. Damit führt die Kreuzung das Negativranking der so genannten Unfallhäufungsstellen an. Das Problem: die Linksabbieger. „Wir vermuten, dass eine Baustelle auf der Wilhelmstraße der Grund für die zeitweise Beruhigung war”, erklärt Ralf Böhm, Leiter der Verkehrsunfalluntersuchung. Von Seiten der Polizei werde dort eine bauliche Maßnahme (Einrichtung eines Kreisverkehrs) empfohlen, heute findet eine Ortsbegehung mit Vertretern der Stadt statt. Eine weitere Maßnahme (Ampel) hat die eingesetzte Unfallkommission im Bezug auf die Holsterhauser Straße (in Höhe Gräffstraße / Aral-Tankstelle) empfohlen, an der im Januar dieses Jahres eine ältere Frau tödlich verunglückt war (wir bereichteten). Böhm: „Vergleichbare Unfälle mit Fußgängern gab es dort 2006 und 2007.”

Susanne Meimberg

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