Im Lukas-Hospiz lag „Musik in der Luft“

Veeh-Harfen waren unter anderem beim Benefiz-Konzert im Lukas-Hospiz zu hören.
Veeh-Harfen waren unter anderem beim Benefiz-Konzert im Lukas-Hospiz zu hören.
Foto: Winfried Labus / FotoPool

Herne..  „Musik liegt in der Luft“ hieß am Samstag das Motto im Lukas-Hospiz an der Jean-Vogel-Straße: Anlässlich des Welt-Hospiz-Tages am Sonntag fand dort ein Benefiz-Konzert statt.

Die Musikpädagogin und Krankenschwester im Hospiz, Ilse von der Beck, hat vor eineinhalb Jahren verschiedene Musikgruppen gegründet. Die Ensembles setzen sich aus Ehrenamtlichen, Freunden und Bekannten von Ilse von der Beck zusammen: Es gibt einen Chor, eine Gruppe mit Flötenspielern und eine mit Vee-Harfen. „Diese Harfe entwickelte sich aus der Zither und dem Hackbrett und kann von Menschen gespielt werden, die vorher noch nie ein Instrument in den Händen hatten.Die Notenblätter werden unter die Saiten gelegt, so dass man genau weiß, wo man zu zupfen hat“, erklärt Ilse von der Beck. Die Ensembles spielen Musik verschiedener Epochen und Stile: „Wir spielen Musik der Renaissance und klassische Stücke, aber auch Gospel.“

Zusätzlich zu dem Konzert konnten sich die Gäste eine Bilderausstellung ansehen. „Zum Thema Tod und Sterben haben Schüler aus zwei Bochumer Schulen Bilder gemalt“, sagt Hospiz-Leiterin Annli Wallbaum. „Sie nahmen Zitate von berühmten Personen zu diesem Thema und haben malerisch versucht, diese Zitate zu interpretieren“, erklärt sie. Es sei ein großes Anliegen, gerade die Jugend anzusprechen. Aus die diesem Grund mache das Hospiz gerne Schulprojekte. „Die Jugendlichen kennen den Tod zumeist nur aus den Medien.“ Da die Menschen immer älter würden, gebe es viele Menschen, die mit dem Tod nie in Berührung kämen; deshalb sei es wichtig, den jungen Leuten zu zeigen, dass der Tod auch nur ein Aspekt des Lebens sei. „Wir bereiten uns auf eine Geburt vor, wieso dann nicht auch auf den Tod?“, fragt Wallbaum.

Ziel des Nachmittags war es, den Hernern Gelegenheit zu bieten, sich ein Hospiz anzuschauen und die Hemmungen davor zu abzubauen. „Viele Menschen haben Berührungsängste, dabei gibt es hier sehr viel Normalität“, so Wallbaum.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE