IG Metall ruft in drei Herner Unternehmen zum Warnstreik auf

In anderen Unternehmen - hier in Dinslaken - gab es bereits Warnstreiks.
In anderen Unternehmen - hier in Dinslaken - gab es bereits Warnstreiks.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
In den laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall heute auch in Herne in drei Firmen zu Warnstreiks auf.

Herne..  In den laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall heute auch in Herne zu Warnstreiks auf. Die Gewerkschaft ruft die Beschäftigten von Adams Armaturen, GEA Luftkühler und Sinterwerke Herne (ehemals BTMT) ab 12.30 Uhr auf, die Arbeit nieder zu legen.

IG-Metall-Bevollmächtigte Eva Kerkemeier: „Was die Arbeitgeber bisher vorgelegt haben, ist schlicht zu wenig. Dieses Paket ist uns zu klein. Wir brauchen deutlich mehr Geld, die verlässliche Altersteilzeit und die Bildungsteilzeit. Unsere Antwort heißt deshalb Warnstreik.“ Kerkemeier: „Die deutsche Industrie ist die Wachstumslokomotive in Europa. Da müssen auch die Entgelte der Beschäftigten entsprechend mitziehen.“ Kerkemeier stellt klar, dass die IG Metall an ihren qualitativen Forderungen festhalten wird: „Altersteilzeit muss auch weiterhin für alle Beschäftigten möglich sein.“

Eine ganz andere Sicht hat Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Metall, dem auch Herner Unternehmen angehören. Metall NRW hatte in der zweiten Verhandlungsrunde eine Entgeltsteigerung von 2,2 Prozent ab dem 1. März 2015 geboten. Erlhöfer: „Unser Angebot ist angesichts der unsicheren Aussichten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sehr fair.“ Nach der Entgeltsteigerung von 2,2 Prozent im Mai 2014 würden die Vergütungen jetzt binnen zehn Monaten trotz magerer Wachstumszahlen um insgesamt 4,4 Prozent erhöht werden. Die IG Metall müsse sich bewusst machen, dass dieses Angebot nur aufgrund der größtenteils im Ausland erzielten Gewinne realisierbar sei. „Warnstreiks werden einen Tarifabschluss nicht gerade erleichtern.“