Hoher Investitionsstau

Das städtische Gebäudemanagement Herne (GMH) ist 2002 gegründet worden. Es ist für die Steuerung, Planung und Durchführung von Baumaßnahmen sowie die Optimierung und Verwertung von Flächen und aller damit verbundenen Gebäude- und Serviceleistungen zuständig. Mit der Betriebsgründung wurden die früher in mehreren Fachbereichen der Stadt wahrgenommenen gebäudewirtschaftlichen Tätigkeiten unter einem Dach zusammengefasst. Hierzu gehören die Verwaltung, Hausmeister, Gebäudereinigung und die Zentralen Werkstätten an der Stöckstraße. Kontrolliert und begleitet wird das GMH durch einen vom Rat eingesetzten Betriebsausschuss.

Steuervermeidung in Luxemburg

Das GMH verbaut zurzeit im Jahr rund acht Millionen Euro (jeweils vier Millionen Euro für die Bauunterhaltung und vier Millionen für Sanierungsmaßnahmen). Zuletzt wurden zudem im Schnitt pro Jahr zusätzlich acht Millionen Euro an Fördergeldern verbaut. Der Investitionsstau wurde bereits 2007 mit rund 65 Millionen Euro beziffert.

Die von der Stadt beauftragte KPMG beziehungsweise das KPMG-Netzwerk zählt weltweit zu den vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Unternehmensberatungen. Hauptsitz ist die Schweiz. Vor wenigen Wochen berichteten die Süddeutsche Zeitung, der NDR und der WDR, dass auch die KPMG (auf legale Weise) Konzernen dabei geholfen habe, in Luxemburg Firmen-Konstrukte aufzubauen, um Steuern zu vermeiden.