Hinweisschild für Pestkreuz steht

Die Mühlen der Verwaltung mahlen . . . bisweilen richtig schnell: Vor einem halben Jahr hat der Bürger und Hobby-Historiker Gerd E. Schug in der Bezirksvertretung Sodingen angeregt, am Börniger Pestkreuz ein Hinweisschild zu errichten. Einen Textvorschlag lieferte er gleich mit. Bereits am gestrigen Freitag ist die Info-Tafel mit zahlreichen Vertretern aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung eingeweiht worden.

„Ich hätte nicht gedacht, dass der Vorschlag von der Bezirksvertretung so schnell und dann auch noch einstimmig umgesetzt wird“, sagte Gerd E. Schug. Für Börnig sei dies „ein großer Tag“.

Bezirksbürgermeister Mathias Grunert dankte dem 75-jährigen Rentner für dessen Engagement. Alteingesessenen Börnigern sei der Hintergrund zwar bekannt, so Grunert. Aber es gebe immer mehr Menschen, die das Pestkreuz am Holunderweg passierten, ohne die Geschichte dahinter zu kennen.

Erinnerung an den „schwarzen Tod“

Das 1997 in die Denkmalliste eingetragene Holzkreuz erinnert an die Pest von 1636. Dem „schwarzen Tod“ fiel damals die Hälfte der Bewohner der damaligen Bauernschaft Börnig zum Opfer. Wie viele Menschen an der Pest konkret verstorben sind, ist nicht überliefert. 1637 wurde das Gelübde abgelegt, das Kreuz am Weg nach Castrop zu errichten.

Das Aufstellen des neuen Hinweisschildes erfolgt pünktlich zur jährlichen Fronleichnamsprozession. Diese wird am kommenden Donnerstag wieder Station am Börniger Prestkreuz machen.