Hernerin Karin Buchhold geht in den Ruhestand

Karin Buchhold, 72, erinnert sich gemeinsam mit ihrer Mutter Martha Mross gern an ihre Zeit in der Gaststätte „Köpi“ am Eickeler Markt.
Karin Buchhold, 72, erinnert sich gemeinsam mit ihrer Mutter Martha Mross gern an ihre Zeit in der Gaststätte „Köpi“ am Eickeler Markt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Wanne-Eickels wohl älteste Wirtin verabschiedet sich vom „Köpi“. Wehmut und Freude auf die Rente vermischen sich. Die Kneipe bleibt bestehen.

Herne..  Nach 47 Jahren hinter dem Tresen der Kultkneipe „Köpi“ am Eickeler Markt geht Karen Buchhold am Samstag in den Ruhestand. „Ich bin jetzt 72 Jahre alt. Bevor die Gäste finden, dass ich eine Zumutung für sie werde, mache ich lieber selbst Schluss“, scherzte die älteste Wirtin Wanne-Eickels am Freitag im Gespräch mit der WAZ. Insgesamt fünf Lokale, allesamt „hier um den Pudding“ hat sie betrieben.

Zeit für die Mutter

Wehmütig sei das Eickeler Mädchen deshalb durchaus, hat sie das „Köpi“ doch ins Herz geschlossen. „In meiner Brust wohnen derzeit zwei Seelen“, meint sie: „Die eine möchte ewig weiter machen, die andere spürt, dass das nun mal nicht geht.“ Schließlich müsse die angehende Rentnerin auch noch ihre 94-jährige Mutter, ebenfalls eine ehemalige Wirtin, versorgen.

Die vielen treuen Stammgäste und Freunde werde sie vermissen, „und sie mich glaub’ ich auch“, so Buchhold. In den letzten zwei Wochen hätte sie viele Komplimente, Blumen und gute Wünsche für die Zukunft von ihnen bekommen. „Hach, die werden mir alle fehlen“, schwelgt die Wirtin in Erinnerungen.

Zeit für Hobbys

Auf ihren wohlverdienten Ruhestand freue sie sich trotzdem sehr: „Ich werde jetzt all das tun, wofür ich nie Zeit hatte, möchte mir endlich mal ein Hobby suchen.“ Was das sein könnte? Das weiß Buchhold noch nicht. Vielleicht werde sie ja doch ab und zu noch mal im „Köpi“ vorbeischauen: „Wir wohnen ja immer noch über der Kneipe - sie wird weitergeführt“, erklärt sie. Denn niemals geht man so ganz.