Herner Unternehmen ist eine feste Größe in der Weiterbildung

Erika Blanke (Mitte) bietet mit Mike Skuoin, Rosemarie Pachura, Andreas Opalka, Jürgen Ronge und Manuela Sommerfeld (v.l.) eine Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen.
Erika Blanke (Mitte) bietet mit Mike Skuoin, Rosemarie Pachura, Andreas Opalka, Jürgen Ronge und Manuela Sommerfeld (v.l.) eine Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Gesellschaft für technisch-gewerbliche und kaufmännische Weiterbildung besteht seit 20 Jahren und gehört zu den größten privaten Trägern in Herne.

Herne..  Sie sind unscheinbar und werden selten von Passanten beachtet: Firmenschilder an Hauseingängen. Doch in manchen Fällen weisen sie auf Unternehmen von erstaunlicher Größe hin. So weist in der Kirchhofstraße in Herne-Mitte eins dieser Schilder auf die „Gesellschaft für technisch-gewerbliche und kaufmännische Weiterbildung mbH“ - kurz Fuwe - hin. Dahinter verbirgt sich einer der größten privaten Weiterbildungsträger Hernes.

Nicht nur das: Nach den bescheidenen Anfängen vor genau 20 Jahren in Herne und Krefeld betreibt die Fuwe heute weitere Standorte in Köln, Dinslaken und Goch. Mehrere hundert Teilnehmer absolvieren pro Jahr Umschulungen und Weiterbildungen.

„Wir bieten entsprechend des Bedarfs an“, sagt Erika Blanke, geschäftsführende Gesellschafterin. Dieser Bedarf ist einem stetigen Wandel unterworfen. So habe es in früheren Jahren eine starke Nachfrage nach PC-Servicekräften gegeben, heute seien diese nicht mehr gefragt. Der Bedarf wird auch jedes Jahr im sogenannten Bildungszielplan ermittelt. Die Kunden können dann - ausgestattet mit einem Bildungsgutschein - einen Weiterbildungsträger wählen. Zu den Partnern gehören unter anderem auch Transfer- und Auffanggesellschaften oder Berufsgenossenschaften.

In Herne steigt die Nachfrage, so Erika Blanke, in der Logistik und in den Gesundheitsberufen. Die Fuwe spiegelt mit ihrer Weiterbildung quasi den Fachkräftemangel in diesen Branchen und reagiert entsprechend. So beinhaltet die Qualifizierung zum mobilen Pflegehelfer/in den Erwerb des Führerscheins Klasse B. „Diese Kombination bietet kein anderer Träger“, erläutert Erika Blanke.

Seminare im Modulsystem

Vor dem Beginn einer Qualifizierung stehe immer ein intensives Beratungsgespräch über Inhalt und Ziele. Hintergrund ist das breite Spektrum der Teilnehmer. „Wir haben eine Altersspanne von 18 bis 60 Jahren sowie alle Bildungsgrade.“

Das Unternehmen bietet seit Jahren modulare Seminare an. Das heißt: Jeder Teilnehmer kann zu jeder Zeit beginnen und dann alle Bausteine absolvieren. Erika Blanke: „Jeder Teilnehmer hat sozusagen ein eigenes Seminar.“ Darüber hinaus bietet die Fuwe weitere Besonderheiten: Vor dem Hintergrund, dass es zahlreiche Alleinerziehende gebe, werde eine Kinderbetreuung angeboten - in Krefeld gibt es sogar einen eigenen Kindergarten.

Die Erfolgsquote der Kunden sei „sehr unterschiedlich“, meint Erika Blanke, „was unterschiedliche Gründe hat. An der Arbeit der Dozenten dürfte es kaum liegen. Wir werden regelmäßig kontrolliert.“ Im vergangenen Dezember hat die Fuwe die verpflichtende Zertifizierung für Weiterbildungsträger für weitere fünf Jahre erfolgreich absolviert. Eine solide Grundlage für die kommenden Jahre.