Herner Umwelttag besteht seit 30 Jahren

Fahrrad-Mobilität war auch in den vergangenen Jahren Thema beim Umwelttag.
Fahrrad-Mobilität war auch in den vergangenen Jahren Thema beim Umwelttag.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am 31. Mai findet der 30. Umwelttag im Herner Gysenbergpark statt. Auch NRW-Umweltminister Johannes Remmel wird anwesend sein.

Herne..  Der Herner Umwelttag feiert 30-jähriges Bestehen. Am Sonntag, 31. Mai, wird es im Gysenbergpark wieder zahlreiche Informations- und Unterhaltungsangebote für umweltinteressierte Bürger geben - mit dem Ziel, auf die Bedeutung der Umwelt hinzuweisen. Maskottchen Fridolin Gulp ziert auch in diesem Jahr das Umwelttag-Plakat - passend zum Geburtstag im Anzug.

Schwerpunkt des diesjährigen Umwelttages ist das Thema Mobilität. „Dabei geht es um den ÖPNV, aber auch besonders um das Fahrrad“, so Oberbürgermeister Horst Schiereck. Gemeint ist das Lastenfahrrad als Wirtschafts- und Verkehrsinstrument, das in verschiedenen Herner Unternehmen die Lieferwagen ersetzen soll. Die Lastenräder überbringt symbolisch NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Er wird auch dem Lastenfahrradprojekt „HELFI“ (Herner Lastenfahrrad-Initiative), das in Kooperation mit der Zeppelin-Universität Friedrichshafen durchgeführt wird, den offiziellen Startschuss geben und die Räder an die Unternehmen überreichen (die WAZ berichtete). Danach wird Remmel einen Spaziergang durch Herne unternehmen und sich einen Eindruck vom Herner Umweltschutz verschaffen.

Schiereck ist von dem Pilotprojekt überzeugt: „Größe und Struktur Hernes bieten sich sehr für die Fortbewegung mit dem Rad an.“ Dabei setze er vor allem auf die Jugend. Darüber hinaus passe diese Art der Fortbewegung hervorragend zum kürzlich beschlossenen Ziel, die Abgase bis 2025 um 20 bis 25 Prozent zu reduzieren, so der OB.

Auch Stadtrat Karlheinz Friedrichs betont ökologische sowie ökonomische Aspekte der Lastenräder und kündigt an, dass sie bald auch in Herne zu kaufen sein sollen.

Als „bunten Strauß“ bezeichnet Umwelttags-Organisator Thomas Semmelmann das Angebot der Informationsmöglichkeiten und Aktionen. Egal ob Naturschutz, Mobilität, fairer Handel, neue Energieformen oder Tierschutz - alle Bereiche einer umweltbewussten Lebenweise sollen an über 50 Ständen abgedeckt werden. Auf diese Weise können die Besucher Einblicke in die Vielfalt der Möglichkeiten des Umweltschutzes bekommen. So wird auch der BUND Herne anwesend sein und Kompostierung und Artenschutz zur Sprache kommen lassen.

Erstmalig ist auch der Imkerverein Herne dabei, dessen Mitglieder den Nutzen von Bienen in der Umwelt erklären. Eine weitere Besonderheit bietet das Repaircafé, das für eine Filiale in Herne wirbt. In Nachbarstädten existiert es bereits, ein Café, in das Besucher kaputte Gegenstände wie Toaster oder Pullover mitbringen und reparieren lassen können, um verschwenderischem Wegwerfen vorzubeugen.

Anders als Fridolin Gulp existiert die Torte im Übrigen nicht nur auf dem Plakat: zur Eröffnung um 11 Uhr soll der Kuchen angeschnitten und durch den OB und Helfer verteilt werden.