Herner Theaterbühnen haben auch in der Sommerpause zu tun

Der stellvertretende technische Leiter Daniel Adolphs in der Untermaschinerie des Kulturzentrums. Die  Podien sollen im Laufe des Sommers ausgetauscht werden.
Der stellvertretende technische Leiter Daniel Adolphs in der Untermaschinerie des Kulturzentrums. Die Podien sollen im Laufe des Sommers ausgetauscht werden.
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Was wir bereits wissen
Hinter den Kulissen, in den Büros, Kellern und Technikräumen passiert in der Ferien allerlei. Die WAZ hat sich umgehört.

Herne..  Der letzte Vorhang ist gefallen. Hernes Theaterbühnen machen Sommerpause. Was nicht heißt, dass dort alle ausgeflogen sind. Hinter den Kulissen, in Büros, Kellern und Technikräumen passiert allerlei. Die WAZ hat sich umgehört.

Kleines Theater

Im Kleinen Theater bleibt die Tür noch bis zum 28. Juli geschlossen. Dahinter wird gewerkelt: „Die Bühne wird gestrichen und eine Brandmeldeanlage wird installiert“, berichtet Ensemblemitglied Heike Hebing. Außerdem wird aufgeräumt. „Viele Stücke sind abgespielt“, erklärt sie, so zum Beispiel „Agatha Christies Hobby ist Mord“. Kulissen und Kostüme werden deshalb entsorgt: „Wir haben nicht genug Platz.“ Auch vom Wasserschaden im Keller gibt es noch einiges zu beseitigen. Im Herbst steht neben „Auguste stürmt das Altenheim“ eine weitere Premiere an, ein neues Stück von Christian Weymayr. Und dafür wird wieder Platz gebraucht.

Kulturzentrum

Das Kulturzentrum verlängert in diesem Jahr seine Sommerpause von sechs auf neun Wochen. Aus gutem Grund, wie Kerstin Kramm erklärt: Die Hubpodien werden instand gesetzt. Sie sind Bestandteil der Bühne, jeweils elf Meter breit und drei Meter tief und stufenlos verfahrbar von minus 2,80 Meter bis plus 1,50 Meter. „Um die Verfahrbarkeit und Sicherheitsstandards weiter gewährleiten zu können, ist nach fast 40 Jahren Betrieb ein Austausch der Antriebe notwendig“, erklärt die Veranstaltungsmanagerin. „Dies ist ein sehr aufwändiger Umbau.“ Des weiteren finden, wie in jedem Jahr, in der Sommerpause, notwendige Wartungen, Inventuren und die jährliche Grundreinigung des Hauses statt. Kramm: „Insofern haben die Mitarbeiter auch in der Sommerpause einiges zu tun.“ Die Veranstaltungsplaner planen die neue Saison und die Techniker reparieren, ersetzen und säubern das Equipment, wenn sie nicht gerade die Veranstaltungen des „Strünkeder Sommers“ betreuen.

Mondpalast

Im Mondpalast sind in der letzten Woche die Lichter ausgegangen. Hintergrund: Das Volkstheater von Wanne-Eickel hat eine neue elektrische Anlage erhalten. Die alte Elektro-Zentrale wurde ausgebaut, die gesamte Elektrik erneuert. Während der Sommerwochen sind die Schauspieler in den Ferien. Nicht so allerdings Prinzipal Christian Stratmann: Er steckt in den Vorbereitungen für die neue Saison, die am 7. August mit einer Wiederaufnahme von „Auf der Wilden Rita“ beginnt, die dann sechs Mal gezeigt wird.

Flottmann-Hallen

Gastspielleiter Christian Strüder nutzt die spielfreie Zeit in den Flottmann-Hallen, um Liegengebliebenes nachzuarbeiten und das 30-jährige Jubiläum der Hallen im Herbst 2016 vorzubereiten. Eine Mammutaufgabe, sollen doch zehn bis 15 Menge prominente Ruhrgebietskabarettisten auftreten, von Hennes Bender über Jochen Malmsheimer bis zu Hagen Rether. Die Saison bis zum Sommer 2016 ist durchgeplant, mit Ausnahme der Auftritte der Tegtmeier-Finalisten, die erst im November gekürt werden. Auch Flottmann-Verwaltungsleiter Thomas Witt schaut nach vorn. „Wir sind sehr gut belegt“, sagt er im Hinblick auf die Musikveranstaltungen, die er mit Jens Willemsen und „Underground Jazz“ plant. Ein bisschen renoviert wird auch: Eine neue Heizung wird eingebaut, eine Grundreinigung steht an und an der Garderobe passiert auch etwas.