Herner Symphoniker begeistern das Publikum doppelt

Dirigent Elmar Witt und die Herner Symphoniker sorgten für einen musikalisch hochklassigen Start ins neue Jahr.
Dirigent Elmar Witt und die Herner Symphoniker sorgten für einen musikalisch hochklassigen Start ins neue Jahr.
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Was wir bereits wissen
Mit berühmten Ballettszenen, Walzerseligkeit und Operettenträumen begrüßten die Herner Symphoniker am Sonntag das neue Jahr im Kulturzentrum.

Herne..  Mit berühmten Ballettszenen, wunderbarer Walzerseligkeit und Operettenträumen begrüßten die Herner Symphoniker am vergangenen Sonntag traditionell das neue Jahr im Kulturzentrum.

Das mittlerweile zum festen Bestandteil des Herner Kulturkalenders gehörende Neujahrskonzert hat mit seinen zwei ausverkauften Konzerten wieder einmal um die 1500 Zuhörer in das Kulturzentrum gelockt und konnte dem begeistertem Publikum ein qualitativ hochklassiges und sehr unterhaltsames, zweistündiges Konzert präsentieren. In seiner Moderation lieferte der Leiter der Musikschule, Christian Ribbe, durch witzige, oftmals den Lokalkolorit des Ruhrgebiets aufgreifenden Ankündigungen, interessante Hintergründe zu den einzelnen Kompositionen und Komponisten.

Musiker spielten sehr differenziert

Der instrumentale erste Teil wurde von Ballettmusiken Peter Tschaikowskis bestimmt, worunter auch so bekannte Stücke wie „Tanz der kleinen Schwäne“ aus Schwanensee oder dem „Blumenwalzer“ aus dem Nussknacker erklangen. Hier, als auch in dem „Tanz der Ritter“ von Sergej Prokofiev und Gounods Walzer aus der Oper „Faust“, bewies das Orchester, das aus Musikschülern, Dozenten und Gästen bestand, dynamische Differenziertheit und Ausgewogenheit in den Stimmen. Bis auf wenige kleine Intonationsprobleme wurde unter der sehr engagierten Leitung von Elmar Witt viel Spielfreude erkennbar.

Die Strauß-Operette „Die Fledermaus“ stand im Mittelpunkt des zweiten Teiles. Mit der Ouvertüre und dem „Czardas“ beinhaltete auch dieser Teil zwei anspruchsvolle instrumentale Stücke, die von den Musikerinnen und Musikern konzentriert gespielt wurden.

Solisten sorgten für Höhepunkte

Höhepunkte des Konzertes lieferten aber die drei Solisten, die Sopranistin Stephanie Eliott, Anna Agathonos im Mezzosopran und der Tenor Matthias Koziorowski. In ihren Soli „Mein Herr Marquis“ und „Ich lad gern mir Gäste ein“ bewiesen die Solistinnen kraftvolle und ausdrucksstarke Intonation. Auch Matthias Koziorowski legte seine Klasse in den reizvollen anschließenden Duetten und Trios offen, die alle drei Solisten mit allerlei schauspielerischen Gesten versahen. Nach der rasanten „Tik-Tak-Polka“ verabschiedeten sich die Beteiligten mit dem fulminanten Finale „Im Feuerstrom der Reben“.

Die Begeisterung des Publikums äußerte sich in langanhaltendem Beifall, der Anlass für drei Zugaben war, die mit dem obligatorischen „Radetzky-Marsch“ unter Beteiligung des klatschenden Publikums schließlich beendet wurden.