Herner sind sauer auf das Unternehmen Borchers

Gelbe Säcke sorgen für Ärger bei vielen Bürgern.
Gelbe Säcke sorgen für Ärger bei vielen Bürgern.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zahlreiche Leser meldeten sich nach der Berichterstattung über Belieferung mit Gelben Säcken. Viele beklagen fehlende Rückmeldungen nach Beschwerden.

Herne..  Zahlreiche Leser haben sich nach der Berichterstattung über eine lückenhafte Belieferung der Firma Borchers mit Gelben Säcken an die WAZ-Redaktion gewandt, Leserbriefe geschickt, Kommentare ins Internet gestellt oder auch angerufen.

„Ich habe mehrmals Emails an die Firma Borchers geschickt aber nicht eine einzige Rückmeldung bekommen“, beschwerte sich gestern eine Leserin am Telefon, die ihren Namen nicht veröffentlicht haben möchte. „Jetzt fahren wir selbst zum Recyclinghof, obwohl wir doch über die Abgabe an den Grünen Punkt die Entsorgung längst bezahlt haben.“

Klaut Batkowski schlägt vor: „Um den ganzen Ärger mit den Gelben Säcken zu umgehen, muss man den Plastikmüll nur schön zusammenpressen und ab damit in die Restmülltonne.“

Keine Antwort auf E-Mail

Paul Marquardt schreibt, er habe bereits am 4. März eine E-Mail an das Unternehmen Borchers gesendet, es seien aber immer noch keine Gelben Säcke zur Verfügung gestellt worden. „Können oder wollen die das nicht?“, fragt der Leser. „Ich habe bereits zweimal bei Borchers reklamiert, getan hat sich nichts“, berichtet auch Theodor Straberg, „bitte fassen Sie doch mal nach, bevor alles in der Restmülltonne landet.“

20 Minuten habe er gewartet, bis er an der Borchers-Hotline einen Menschen am Telefon hatte, schreibt Peter Windhäuser: „Leicht genervt vom Zeitaufwand, bat ich darum, auch die anderen drei Hausnummern unserer Wohngemeinschaft bei der Lieferung mit einzubeziehen. Dieser Wunsch wurde zunächst als nicht machbar abgewiesen, nach kurzem aber heftigem Wortwechsel aber ‘ausnahmsweise’ gnädigst wohlwollend zugesagt.“ Der größte Teil der Nachbarn habe aber immer noch keine Lieferung erhalten.

„Zur Zeit helfen wir uns in der Nachbarschaft mit Restbeständen aus, dies ist bald nicht mehr möglich“, erklärt Windhäuser. „Wir werden also bald den Verpackungsmüll in neutralen Säcken an die Straße stellen, denn wir haben bezahlt wir haben uns um Abhilfe bemüht, wir lassen uns aber nicht vorführen.“