Herner Schüler informieren sich über die Arbeitswelt

Sabine Dreßler, Leiterin der Krankenpflegeschule der St. Elisabeth Gruppe, erklärt Schülerin Miriam Brockmeyer anhand einer Babypuppe, wie Säuglinge gewickelt werden.
Sabine Dreßler, Leiterin der Krankenpflegeschule der St. Elisabeth Gruppe, erklärt Schülerin Miriam Brockmeyer anhand einer Babypuppe, wie Säuglinge gewickelt werden.
Foto: Ralph Bodemer
Auf dem Berufemarkt der Erich-Fried-Gesamtschule präsentierten sich verschiedene Berufsgruppen

Herne..  Behutsam dreht Jette Braun die Babypuppe auf die Seite. Mit der Hand streicht sie noch einmal das Oberteil glatt und dann hat sie das Wickeln eines Babys, das hier simuliert wird, auch schon geschafft. „Das war gar nicht schwer“, sagt die 14-jährige Schülerin, die sich eben am Stand der St. Elisabeth Gruppe über Pflegeberufe informiert hat. Dann macht sie sich auch schon auf zum nächsten Stand. „Ich möchte heute alles mitnehmen, was hier angeboten wird“, sagt sie. Schließlich hat sie noch keine konkrete Vorstellung davon, was sie im späteren Berufsleben einmal machen möchte. Genau dafür veranstaltete die Erich-Fried-Gesamtschule gestern für ihre Acht- bis Zehntklässler einen Berufemarkt.

„Seit über 20 Jahren bieten wir unseren Schülern hier die Chance, sich über Berufe und Ausbildungs- sowie Praktikumsplätze zu informieren“, sagt Birgit Legel-Wood, die an der Gesamtschule Abteilungsleiterin der Klassen acht, neun und zehn ist und sich um Schulabschlüsse und Berufsorientierung kümmert.

Die Teilnahme an dem Berufsmarkt ist für die Schüler Pflicht. „Da müsste für jeden was dabei sein“, ist sich Lehrerin Gabi Weis sicher, die den Tag organisiert hat. Tatsächlich sind von der Herner Sparkasse über Grafs Reisen, dem Hauptzollamt, bis hin zur Zahnärztekammer oder dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau die verschiedensten Berufsgruppen vertreten.

Laetitia Grudda (14) informiert sich bei den Landschaftsgärtnern. „Ich konnte in den Beruf schon einmal hineinschnuppern und das hat mir gut gefallen“, sagt sie. Über ihre Möglichkeiten im Landschaftsbau klärt sie Miriam Schwenker auf: „Du hast die Chance dich weiterzuentwickeln und kannst dann etwa deinen Meister machen oder Ingenieurwissenschaften studieren und somit Leitungsfunktionen übernehmen“, erklärt die Referentin für Nachwuchsförderung bei dem Verband der Landschaftsgärtner.

Auch bei den anderen Berufsgruppen herrscht reger Andrang. Mit einem Erkundungsblatt, das sie ausfüllen müssen, sind die rund 300 Schüler unterwegs und stellen den Ausstellern Fragen zu benötigten Abschlüssen, typischen Tätigkeiten, Ausbildungsdauer und Einstiegsgehalt. „Durch die Erkundungsblätter sind die Schüler sehr gut vorbereitet. Es waren auch schon einige hier, die ernsthaftes Interesse an einer Ausbildung bei uns bekundet haben“, freut sich Rosemarie Fischer von der Sparkasse.

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