Herner Schüler erhalten „sehr gut“ für den Klimaschutz

Auch Schüler der Grundschule Berliner Platz stellten ihren Beitrag zum Energiespar-Projekt gemeinsam mit ihren Lehrern vor.
Auch Schüler der Grundschule Berliner Platz stellten ihren Beitrag zum Energiespar-Projekt gemeinsam mit ihren Lehrern vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die an der Aktion „Energiesparen macht Schule“ teilnehmenden Kitas und Schulen wurden nun für ihre Einsparungen ausgezeichnet.

Herne..  Rund 219 000 Euro haben 25 Herner Schulen und 19 städtische Kindertagesstätten durch ihre Teilnahme an der Aktion „Energiesparen macht Schule“ im Projektjahr 2014 an Energiekosten eingespart - sehr gut. „Das Thema findet an den Schulen und Kitas große Resonanz“, freut sich Peter Wiedeholz vom städtischen Gebäudemanagement, das das Projekt federführend betreut. Ziel der Aktion ist es, schon Kinder für den Klimaschutz zu sensibilisieren.

Auszeichnung für Einsparungen

In der Gesamtschule Mont-Cenis wurden die Teilnehmer am Mittwoch ausgezeichnet, die sich an dem Projekt „Energiesparen macht Schule“ beteiligen. In einer musikalisch von der Schulband der Gesamtschule gestalteten Veranstaltung zeigten drei Schulen und eine Kita exemplarisch, mit welchen Projekten sie ihre Erfolge erzielen. Die Gesamtschule Mont-Cenis etwa hat sich umfassend mit den Themen Licht, Wärme und Strom befasst und verschiedene Projekte angestoßen.

In den Umkleidekabinen der Sporthalle wurden beispielsweise Bewegungsmelder installiert. Anstatt rund um die Uhr brennt das Licht dort nun nur noch, wenn es gebraucht wird. Auch die Kaffemaschine im Lehrerzimmer muss den Kaffee nun nicht mehr den ganzen Tag warm halten. Eine Thermoskanne übernimmt dies jetzt. Das Otto-Hahn-Gymnasium hat gleich zwölf Aktionen umgesetzt. Bei der Prämienveranstaltung stellt die Schule in einer kleinen Präsentation einige Punkte vor. „Bei 19 bis 20 Grad lernt es sich am besten“, heißt es dort etwa. Und: nach Verlassen des Raumes sollten Fenster geschlossen und Lichter gelöscht werden.

Sechs Prozent Verbrauchseinsparung gegenüber dem Ausgangswert vor Projektbeginn im Dezember 2012 konnten durch die vielfältigen Maßnahmen eingespart werden. „Damit sind wir auf einem sehr guten Weg“, kommentiert Bettina Baron vom betreuenden Energiebüro e&u, das das Projekt federführend unterstützt. Einsparungen zwischen vier und acht Prozent seien realistisch, meint die Expertin. 50 Prozent der eingesparten Kosten werden wieder an die Schulen ausgeschüttet, die dieses in weitere Projekte refinanzieren. Viele Schulen und Kitas haben schon Ideen. Die Gesamtschule Mont-Cenis etwa möchte die Mülltrennung in ihre Programme aufnehmen. Die übrigen 50 Prozent der Einsparungen fließen in den städtischen Etat. „Hier soll das Geld aber auch für energetische Maßnahmen eingesetzt werden“, sagt Wiedeholz.

In dieser Intensität und Projektbreite kenne Wiedeholz keine andere Stadt, die solche Fortschritte wie Herne erzielt habe. „Unsere Erfolge bei dem Projekt suchen im Ruhrgebietsumfeld ihres Gleichen“, freut er sich.