Herner Sängerin Nadia Ihjeij begeistert beim Kultkessel

Zu Gast beim „Kultkessel“ im Café Hülsmann: Nadia Ihjeij, die beim Herner Jugendkulturpreis „Herbert“ den zweiten Platz belegt hatte.
Zu Gast beim „Kultkessel“ im Café Hülsmann: Nadia Ihjeij, die beim Herner Jugendkulturpreis „Herbert“ den zweiten Platz belegt hatte.
Foto: Barbara Zabka
Was wir bereits wissen
Beim dritten „Kultkessel“ im Café Hülsmann traten Nadia Ihjeij, das Duo„toi et moi“ und Tim Edler auf. Eine weitere Staffel ist geplant.

Herne..  Die Bühne im Café Hülsmann war beim „Kultkessel“ von blauen und grünen Lichtkegeln beleuchtet, situiert zwischen den beiden Kesseln die drei Künstler: Für das Programm in der Kulturbrauerei sorgten die Singer- und Songwriterin Nadia Ihjeij, die beim Jugendkulturpreis „Herbert“ den zweiten Platz belegt hatte, das Gesangsduo „toi et moi“ aus Köln und – Überraschungsgast Tim Edler.

Der „Kultkessel“ ging in Eickel während der laufenden ersten Staffel zum dritten und vorletzten Mal über die Bühne. „Aber es wird bestimmt nicht die letzte Staffel sein“, kündigte Patrick Nagel, Mitveranstalter der Musik- und Comedyshow, an. Das Ziel der Show: Kultur an den Bürger zu bringen und Künstlern eine Bühne zu schaffen, erklärte Nagel.

Das schaffte der „Kultkessel“ diesmal für Newcomerin Nadia Ihjeij. Dagegen waren Moderator Sven Pörsch sowie Comedian und Zauberer Bene Reinisch am Freitag verhindert. Nadia Ihjeij begeisterte das Publikum mit ihren schonungslos ehrlichen Texten und erntete mit kuriosen Anekdoten aus ihrem Leben viele Lacher. Mitveranstalter Nagel war voll des Lobes: „Nadias Musik hat viele Seiten: Von rotzig über liebevoll bis bitterböse ist alles dabei, das macht auch den Charme ihrer Musik aus.“ Die Jungkünstlerin reflektierte in der Kulturbrauerei das allgemeine Bedürfnis nach einem geregeltem Leben, die sozialen Erwartungen der Gesellschaft an die nächste Generation oder schlichtweg über Fahrkartenkontrolleure. Und ihre schwungvolle und ironische Art, die kam an.

Kein typisches Musikevent

Ähnlich positiv reagiert das Publikum auf Überraschungsgast Tim Edler, der mit ruhiger und stilvoller Klaviermusik auf der Bühne stand. Überraschungsgast? „Das Konzept des Kultkessels beinhaltet einen Überraschungsgast“, erklärte Nagel. Dem Publikum solle nicht nur ein typisches Musikevent, bei dem Künstler aufeinander folgten, geboten werden, sondern ein besonderer Abend voller Überraschungen und Stimmungen: „Deshalb mixen wir auch Comedy mit Musik.“

Wohl wahr. Nadia Ihjeij und Tim Edler präsentierten dem Publikum deutschsprachige Musik, das Duo „toi et moi“ alias Julia Klomfaß und Raphael Hansen sangen auf Französisch. „Man könnte die Stücke von den beiden als Songwriter-Chanson bezeichnen“, sagte Nagel. Das Duo erzählte vorwiegend Geschichten aus dem echten Leben, im Stil von bekannten Songwritern wie Simon and Garfunkel oder Nick Drake. Beide überraschten mit einer Vielfalt an ungewöhnlichen Instrumenten, so auch einer singenden Säge, die der Musik von „toi et moi“ einen einzigartigen Klang verlieh.

Finale am 16. Juni

Die vierte und vorerst letzte Veranstaltung im Rahmen der ersten Staffel des „Kulturkessels“ findet am Freitag, 16. Juni, in der Kulturbrauerei Hülsmann in Eickel (Eickeler Markt 1) statt.

Als Gäste treten die Folkpunk- und Countryband North Alone, das Songwriterduo Frink aus Münster, Comedian Oliver Müller und ein Überraschungsgast auf. Der Eintritt ist wie gewohnt frei.