Herner Rat erhöht Etat für Jugendarbeit

Auch die Arbeit von Kinderanwältin „Bibi Buntstrumpf“ - hier eine Aktion mit der James-Krüss-Schule auf der Bahnhofstraße - soll durch die Erhöhung des Etats für die freie Jugendarbeit gesichert werden.
Auch die Arbeit von Kinderanwältin „Bibi Buntstrumpf“ - hier eine Aktion mit der James-Krüss-Schule auf der Bahnhofstraße - soll durch die Erhöhung des Etats für die freie Jugendarbeit gesichert werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Eine Erhöhung des Etats für die freie Jugendarbeit und den Bau eines Zentralen Betriebshofes hat der Stadt auf den Weg gebracht.

Herne..  Eine Reihe von Beschlüssen hat der Rat der Stadt vor den Osterferien auf den Weg gebracht.

So hat der Rat mit breiter Mehrheit grünes Licht für den Bau eines Zentralen Betriebshofes (ZBH) an der Meesmannstraße/Südstraße gegeben. Damit soll der Haushalt jährlich um eine sechsstellige Summe entlastet werden.

Auf dem Betriebshof sollen Stadtgrün und die gewerblich-technische Abteilung des Fachbereichs Tiefbau zusammengeführt werden. Entsorgung Herne soll Planung, Bau und Betrieb des ZBH übernehmen. Die Stadt soll den Betriebshof über 30 Jahre für jährlich 500 000 Euro anmieten. Gegen dieses Modell stimmte nur die Linkspartei. Roland Bärwald (Linke). Diese Haushaltsmaßnahme sei „nicht ehrlich“, weil Einsparungen erst ab 2018 wirksam würden, so der Linke. Und auch das kritisierte er: Stadtgrün seien in den vergangenen Jahren peu à peu Finanzen und Personalressourcen entzogen worden. Nun würden die Wege länger, aber beim Fuhrpark sollten weitere Einsparungen vorgenommen werden: „Das passt alles nicht zusammen“, so Bärwald.

Hilferuf der Träger erhört

Einstimmig hat der Rat die Weichen für die Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans von 2015 bis 2020 gestellt. Wie berichtet, hatten freie Träger bereits im vergangenen Jahr Alarm geschlagen, weil die bisherige Förderung die Preissteigerungen und Tarifanpassungen nicht berücksichtige und die bisherige Arbeit nicht mehr in vollem Umfang geleistet werden könne. Die Politik hat darauf reagiert. Neben einer Einmalzahlung von 69 000 Euro hat der Rat den Trägern für die Jahre 2016 bis 2020 eine jährliche Erhöhung um jeweils 23 000 Euro bewilligt.

Spätere Öffnung möglich

Der Betrieb der Trauerhalle des bereits 2006 geschlossenen Ostfriedhofs Am Trimbuschhof in Horsthausen wird bis auf Weiteres aufgegeben. Diesem Vorschlag der Verwaltung folgte der Rat einstimmig. Im vergangenen Jahr hätten dort nur fünf Trauerfeiern stattgefunden. Einnahmen von rund 550 Euro hätten hohe Ausgaben gegenüber gestanden. Allein die veraltete elektrische Fußbodenheizung verursache jährliche Kosten von 6300 Euro, so Stadtgrün-Chef Heinz-Jürgen Kuhl. Die Raumtemperatur soll nun soweit reduziert werden, dass die Bausubstanz keinen Schaden nimmt. Falls in die Trauerhalle – wie auf Anregung der SPD im Bezirk Sodingenin Erwägung gezogen – Indoor-Kolumbarien eingebaut werden sollten, sei eine erneute Öffnung der Halle für Trauerfeiern denkbar, berichtete die Verwaltung.