Herner Kitas und Schulen kochen selbst

Schüler tragen am 08.06.2015 in der Mensa der Gesamtschule Barmen in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) Tabletts mit Essen zu ihren Plätzen. Die Schule ist Preisträgerin des Deutschen Schulpreises 2015. Foto: Marius Becker/dpa (zu dpa-KORR.: "Das Geheimnis von Deutschlands bester Schule 2015: Respekt" vom 10.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Schüler tragen am 08.06.2015 in der Mensa der Gesamtschule Barmen in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) Tabletts mit Essen zu ihren Plätzen. Die Schule ist Preisträgerin des Deutschen Schulpreises 2015. Foto: Marius Becker/dpa (zu dpa-KORR.: "Das Geheimnis von Deutschlands bester Schule 2015: Respekt" vom 10.06.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Was wir bereits wissen
Keine der Tageseinrichtungen servierte unwissend minderwertige Speisen. Die Stadt kooperiert seit über 15 Jahren mit einem anderen Anbieter.

Herne..  Herne ist nicht vom Wallraffschen Skandal um Schulessen betroffen. In der TV-Sendung „Team Wallraff“ wurden auf RTL Missstände in diversen deutschen Großküchen aufgetan. Vorwurf: Einige Caterer, darunter „Vitesca“ und „Diversa“, verwenden abgelaufene, teils schimmlige Lebensmittel; bei niedrigen Preisen bleibe die Qualität oft auf der Strecke, heißt es in dem Bericht der Enthüllungsjournalisten. Die Folge: Eine Reihe von Kindertagesstätten und Schulen in Duisburg, Ennepetal und Lünen hat ihre Kooperation mit den Unternehmen eingestellt.

Probleme, mit denen sich die Stadt Herne glücklicherweise nicht herumschlagen muss. „Die Caterer Vitesca und Diversa beliefern nicht die Kindertageseinrichtungen in Herne“, teilte Stadtsprecher Horst Martens jetzt auf Anfrage der WAZ mit. Die Stadt arbeite bereits seit mindestens 1999 vertrauensvoll mit der Firma „Apetito“ zusammen. Weiter erklärt Martens, die Einrichtungen seien mit der Qualität des gelieferten Essen vollends zufrieden. Beilagen wie Salate, Kartoffeln und Nudeln bereiteten die Küchenkräfte vor Ort frisch zu. Und: „Es erfolgt regelmäßig eine amtliche Lebensmittelkontrolle der frisch angebotenen Speisen.“

In Herner Schulen gebe es bis auf die Werkstatt für Behinderte, die das Essen für den Schwalbenweg und die Robert-Brauner-Schule koche, keine Großküchen, die das Essen zentral herstellten. „Alle anderen Schulen organisieren die Versorgung in Eigenregie. Das Gymnasium Wanne hat sogar einen Koch eingestellt“, so Martens. Die Stadt Herne sorge für die entsprechende Küchenausstattung.

Verbund zur Qualitätssicherung

Martens weiter: „Generell gilt, dass Essen für Herner Schulen so zeitnah wie möglich zubereitet wird. In den Offenen Ganztagsschulen ist das Komponenten-Essen üblich: Tiefkühlkomponenten werden mit Frische-Komponenten kombiniert.“ Dabei hätten die Träger der Offenen Ganztagsschulen, Arbeiterwohlfahrt, Caritas und die evangelische Kirche, einen Verbund gebildet, in dem sie sich in Kooperation mit der Technischen Universität Dortmund einem Qualitätssicherungsverfahren unterworfen hätten.