Herner Kita ruft Spendenaktion für Brandopfer ins Leben

Sie halten zusammen: Die von einem Wohnungsbrand betroffene Familie Biesiada (Bildmitte) und Eltern vom Elternbeirat des Lebenshilfe-Kindergartens Phantasia.
Sie halten zusammen: Die von einem Wohnungsbrand betroffene Familie Biesiada (Bildmitte) und Eltern vom Elternbeirat des Lebenshilfe-Kindergartens Phantasia.
Foto: Rainer Raffalski
  • Der Elternbeirat der Kita Phantasia hat ein Spendenkonto eingerichtet
  • Die Brandopfer leben im Hotel und suchen eine Wohnung
  • Kleider- und Spielzeugspenden sind schon eingetroffen

Herne..  Die Familie Biesiada ist am Boden zerstört. Das Haus am Großmarkt in Baukau, in das sie gerade erst eingezogen war, ist abgebrannt und muss abgerissen werden. Als das Feuer ausbrach, befand sie sich glücklicher Weise nicht in dem Gebäude. Körperlich blieben die Bewohner zwar unversehrt, doch innerlich scheint der Schmerz über den Verlust ihres gesamten Hab und Gutes tief zu sitzen.

„Wir haben alles verloren“, berichtet Thomasz Biesiada, der wie seine Frau Natalia aus Polen stammt. Zusammen mit ihren beiden Kindern Isabela (4) und Miroslav (5) haben der 50-Jährige und die 37-Jährige eine Notunterkunft in einem Hotelzimmer gefunden, das die Stadt zu Verfügung stellte. Sie suchen jetzt eine neue Wohnung.

Glück im Unglück haben sie aber auch: Der Elternbeirat der Kita Phantasia der Lebenshilfe in der Nähe der Biostation an der Vinckestraße hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Familie mit dem Nötigsten auszustatten. Die ersten Sponsoren haben sich bereits gefunden. „Der Verein Förderturm überwies schon 1000 Euro, die SPD machte 100 Euro locker, auch Privatspender zeigten sich bereits großzügig“, freut sich Jessica Nolte (34), die die Aktion zusammen mit Saskia Schmidt (31) ins Leben rief. Darüber hinaus seien schon Kleider- und Spielzeugspenden eingetroffen. „Ich bin schnell ins brennende Haus gelaufen und habe wenigstens noch die beiden Teddybären meiner Kinder gerettet“, berichtet Thomasz Biesiada. Auch Hund Sascha, der draußen an der Terrasse angeleint war, konnte aus seiner beängstigenden Lage befreit werden.

Seine Stieftochter Sara Szymanczyk war mit ihren kleinen Geschwistern schwimmen gegangen. „Als ich zurück kam, stand das Haus in Flammen“, berichtet die 19-Jährige. Der Schornstein habe Risse gehabt, wodurch sich dahinter Glut habe entwickeln können, die letztendlich den Dachstuhl entfachte. „Der Besitzer verspricht aber, dass er das Haus neu aufbauen will und dass wir dort wieder einziehen können“, lautet die gute Nachricht von Thomasz Biesiada.