Herner Kirchengemeinde will Glauben vermitteln

Michael Kersting, Tobias Krause, Pfarrer Frank Schröder und Günter Hamel (v.l.) stellen die Glaubenskurse in der evangelischen Kirchengemeinde Eickel vor.
Michael Kersting, Tobias Krause, Pfarrer Frank Schröder und Günter Hamel (v.l.) stellen die Glaubenskurse in der evangelischen Kirchengemeinde Eickel vor.
Foto: Hendrik Steimann
Was wir bereits wissen
Neuer Kurs der Evangelischen Kirchengemeinde Eickel soll Teilnehmern helfen, den Weg zum Glauben zu finden und ihn in das eigene Leben integrieren.

Herne..  „Vertikal“ heißt der Glaubenskurs, den die Evangelische Kirchengemeinde Eickel bald anbietet. Er soll Kontaktpunkte zwischen Menschen und der Kirche wiederherstellen.

„Wir haben bei Tauf- und Trauergesprächen und bei Hausbesuchen festgestellt, dass es Menschen gibt, die die Institution Kirche zwar schätzen, die aber den persönlichen Weg in den Glauben noch nicht gefunden haben“, beschreibt Pfarrer Frank Schröder den Hintergrund des Glaubenskurses. Er habe die Erfahrung gemacht, dass immer weniger Menschen christlich sozialisiert würden, meint auch Tobias Krause, ehrenamtlicher Presbyter und Laienprediger. „Glauben und Kirche spielen heute oft gar keine Rolle mehr.“

Dabei könnten der Rückhalt einer Kirchengemeinde und der Glaube an das Evangelium „den Menschen so manches Leid ersparen“, ergänzt sein Kollege Michael Kersting.Aus diesem Grund wolle man mit dem Glaubenskurs „Kontaktpunkte zwischen Gott und dem Menschen“ neu oder wieder herstellen.

Die Teilnehmenden des Kurses sollen die Kernelemente des christlichen Glaubens kennenlernen. „Wir wollen eine vertikale Linie ziehen“, erklärt Pfarrer Schröder. Das Oben, das himmlische und göttliche, solle ganz individuell mit dem Unten, dem irdischen, verbunden werden.

Gruppenleiter berichten von persönlichen Glaubenserfahrungen

Konkret sehe das dann so aus, erklärt Tobias Krause: Auf eine 20-minütige Filmsequenz zum Einstieg folgen Gespräche in Kleingruppen. Die Gesprächsgruppenleiter, allesamt engagierte Gemeindemitglieder, würden gern auch von ihren persönlichen Glaubenserfahrungen berichten. Kirchenmusiker eröffnen und beschließen jede der 90-minütigen Veranstaltungen.

Es gehe darum, auf Grundlage der Clips miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Leute zu treffen und auf neue Gedanken zu kommen. „Die Welt ist voller schlechter Nachrichten. Wir wollen die gute Nachricht verbreiten“, sagt Presbyter Michael Kersting und verweist auf das Evangelium.