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Herner heißt Weltenbummler auf seiner Couch willkommen

25.02.2016 | 10:00 Uhr
Herner heißt Weltenbummler auf seiner Couch willkommen
Sebastian Kirch bietet seine Couch bei Couchsurfing.com Menschen aus aller Welt an. Im März reist er selbst nach Thailand und übernachtet auf fremden Couches.Foto: Veronika Gregull

Herne.   Sebastian Kirch lässt fremde Menschen auf seinem Sofa übernachten. Bald reist er nach Thailand und möchte das Angebot „Couchsurfing“ selbst nutzen.

Couchsurfing heißt eine Art zu reisen , die sich vor allem bei jungen Menschen steigender Beliebtheit erfreut. Mit dem Wellenreiten hat sie allerdings wenig zu tun. Es geht darum, Fremde auf dem heimischen Sofa willkommen zu heißen.

Es war 2006, das Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, als Sebastian Kirch durch Zufall auf Facebook von drei Kolumbianern las, die nach einem Schlafplatz suchten. Sie wollten sich ein Spiel in der Arena auf Schalke ansehen, bei einem Deutschen übernachten anstatt im Hotel. Spontan entschied sich Kirch, den dreien sein Wohnzimmer für die Nacht anzubieten. „Wir hatten super viel Spaß zusammen. Da habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht, zu reisen und auch zuhause andere Kulturen kennenzulernen“, erinnert sich der heute 27-Jährige an den Beginn seiner Couchsurfing-Karriere zurück.

Respektvoller Umgang miteinander

Kurzerhand erstellte er ein Profil auf der gleichnamigen Internetseite und bot sein Sofa und ein Faltbett, damals noch in Gelsenkirchen, weiteren Reisenden aus aller Welt an. Im Laufe der Jahre beherbergte er bereits rund 20 Menschen aus Japan, China, Italien, Deutschland und den USA. „Einige sind beruflich, andere für Fußballspiele in der Gegend oder bereisen das Land“, erklärt er. Einige Tage vor dem geplanten Besuch schicken sie ihm eine Anfrage, die er bestätigen oder ablehnen kann.

„Mir ist wichtig, dass man respektvoll miteinander umgeht“, betont der Fotograf. Dazu gehöre auch, sein Onlineprofil auszufüllen und aufeinander einzugehen: „Wenn man sich vorher nicht kennt, hilft es, vorab etwas über die Persönlichkeit des Anderen lesen zu können.“ Dabei helfen auch die Referenzen, Bewertungen und Kommentare von Menschen, die jemanden bereits beherbergt oder besucht haben. „So kann man vorab ganz gut einschätzen, ob man sich wohl gut versteht oder nicht.“

Schließlich verbringen Kirch und seine Gäste häufig nicht nur den Abend, sondern auch weitere Stunden miteinander. „Ich fahre mit den Couchsurfern gern an den Kemnader Stausee oder auf eine der vielen Halden in der Umgebung, um ihnen etwas von unserer Geschichte, Kultur und die Natur zu zeigen.“

Couchsurfen in Südostasien

Andersherum wisse auch er es zu schätzen, wenn sich seine Gastgeber auf eigenen Reisen Zeit für ihn nehmen: „So lernt man ganz neue Dinge und Orte kennen.“ In einigen deutschen Städten, den USA, Frankreich und Marokko ist er in den vergangenen Jahren bereits auf fremden Couches gesurft.

Anfang März reist er für sechs Wochen nach Thailand. Die genaue Route hat er noch nicht geplant, sich aber schon von einer befreunden Couchsurferin Tipps geholt, die aus Thailand stammt und in Oberhausen lebt. Auch in Südostasien möchte Sebastian Kirch couchsurfen. „Ich mag es, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen.“

Laura Konieczny

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2016-02-25 10:00
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