Herner Gastroenterologe rät zur Darmkrebsvorsorge

Dr. Dietrich Hüppe rät zur Darmkrebsvorsorge, weil man damit Risikofaktoren positiv beeinflussen könne.
Dr. Dietrich Hüppe rät zur Darmkrebsvorsorge, weil man damit Risikofaktoren positiv beeinflussen könne.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Herner Gastroenterologe Dr. Dietrich Hüppe rät zur Darmkrebsvorsorge. Auf diese Weise ließen sich die Risikofaktoren positiv beeinflussen.

Herne..  Zurzeit kursieren Meldungen über Studienergebnisse aus dem renommierten Fachjournal Science, nach denen Krebs in sehr vielen Fällen zufällig entsteht. Das kann nicht bestritten werden, es bedeutet aber keineswegs, dass man nichts tun kann, um Krebs zu vermeiden, meint Dr. Dietrich Hüppe.

„Krebs ist nie eine Frage von Schuld“, betont der Herner Darmkrebsexperte vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). Jeder Bundesbürger trägt ein Risiko von etwa sechs Prozent, im Laufe seines Lebens an Darmkrebs zu erkranken. Dieses Risiko hängt von einer Reihe von Faktoren wie genetischen Vorbelastungen, Umwelt- und Verhaltenseinflüssen ab, die nicht ausgeschaltet werden können. Wichtig ist aber, dass über 80 Prozent der Darmkrebsfälle zufällig und nicht vorhersehbar entstehen. Und in der ganz überwiegenden Zahl entstehen diese aus vorbestehenden, gutartigen Polypen.

„Niemand ist also vor Darmkrebs gefeit“, erklärt Hüppe, „aber jeder hat es in der Hand, durch Darmkrebsvorsorge und -früherkennung seine Risiken günstig zu beeinflussen. Im Zuge einer Darmspiegelung entfernt der Magen-Darm-Arzt alle Polypen, aus denen eine Krebserkrankung hervorgehen könnte. In den seltenen Fällen, in denen eine Darmkrebserkrankung entdeckt wird, bedeutet die frühzeitige Erkennung große Chancen auf Heilung.“

Zur Bestätigung seiner Aussage verweist Hüppe auf die Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts. Danach ist die Anzahl der Erkrankungs- und Sterbefälle bei Darmkrebs in den letzten Jahren rückläufig.