Herner Flottmannhallen zeigen Grzans „Maler-Ei“

Die Künstlerin Saskia Grebenstein, Tochter von Peter Grzan, stellte die Schau in den Flottmann-Hallen zusammen.
Die Künstlerin Saskia Grebenstein, Tochter von Peter Grzan, stellte die Schau in den Flottmann-Hallen zusammen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Flottmann-Hallen erinnern in einer Ausstellung an den verstorbenen Künstler Peter Grzan. Im Mittelpunkt stehen Variationen zum Thema „Ei“.

Herne..  Mit der Ausstellung „Grzan´s Maler-Ei“ erinnern die Flottmann-Hallen an den im letzten Jahr verstorbenen Künstler und Musiker Peter Grzan.

Im Zentrum der Ausstellung in Halle IV stehen Peter Grzans Variationen zum Thema Ei. Auf Anregung der WAZ-Redaktion sollten Künstler 2012 zu Ostern ein Ei zu einem kleinen Kunstwerk verwandeln. Bei Peter Grzan blieb es nicht bei einem. Von der „Staffel-Ei“ über die „Sauer-Ei“ bis zur „Spiegel-Ei“ entstandenen im Laufe der Jahre über 40 Objekt, die jetzt zum ersten Mal zusammen in den Flottmann-Hallen zu sehen sind.

Im Zentrum dieser Arbeiten stehen Eier, die in einem ganz anderen Zusammenhang versetzt werden. Da wächst plötzlich aus einen Mannschaftswagen der „Poliz-ei“ ein Ei. Oder ein Ei wartet vor einer Hürde auf den „Ei-sprung“. Peter Grzan erzählt mit seinen „Ei-ereien“ kleine Geschichten, die immer voller Humor und satirischem Wortwitz sind. Er gewinnt hier ganz alltäglichen Begriffen ein neue Seite ab. Sie regen zum Schmunzeln, aber ebenso zum Nachdenken an.

Ganz ähnlich geschieht mit seinen Tischobjekten, die in Mitten der Halle stehen werden. Hier begibt Peter Grzan auf die Spuren von kunsthistorischen Stilbegriffen. Da findet sich ein „Impressionis-TISCH“ neben einem „Konstruktivis-TISCH“ oder einem „Expressionis-TISCH“. Die Tische sind in den künstlerischen Merkmalen der jeweiligen Stile bemalt, holen die „hohe Kunst“ aber in den Alltag zurück.

Schirme reisen durch die Welt

Auf der Empore im Foyer sind seine „Bild-SCHIRME“ zu sehen: Zehn farbig ganz unterschiedlich gestaltete Sonnenschirme mit einem Durchmesser von drei Metern. Ab 2002 reisten die Schirme durch die Welt, um bestimmte Orte zu markieren, um vor der Sonne zu schützen oder überraschende Dekoration zu sein. Fotografen wie Brigitte Krämer, Hans Blossey oder Wolfgang Quickels haben die Stationen festgehalten. Auch diese Fotos sind in den Flottmann-Hallen zu sehen.

Im Skulpturen Park der Flottmann-Hallen ist zur Ausstellung das erste der „Vitaminkreuze“ realisiert worden. Peter Grzan wollte mit seinen Pflanzungen weltweit Räume zur Ruhe und Inspiration schaffen. Dreizehn einheimische Obstbäume stehen in Kreuzform in einem Abstand von jeweils sechs Metern auf dem Gelände. In zwei bis drei Jahren werden die Bäume hoffentlich Früchte tragen, die Besucher des Parks gerne ernten dürfen.

Die von Saskia Grebenstein, der Tochter des Künstlers, zusammengestellte Ausstellung tut gut daran, sich auf bestimmte Werkgruppen des Künstlers zu konzentrieren. Sie macht noch einmal deutlich, daß Kunst auch humorvoll sein kann.

Eröffnung am Montagabend

Die Ausstellung „Grzan’s Maler-Ei“ wird am Montag, 30. März, um 19 Uhr in den Flottmann-Hallen eröffnet. Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Volker Eichner, ein langjähriger Freund des 2014 verstorbenen Künstlers. Zu sehen sind die Arbeiten von Peter Grzan noch bis zum 12. April. Karfreitag, Ostersamstag und Ostersonntag sind die Flottmann-Hallen geöffnet. Zur Finissage präsentiert Peter Habermehl seine „musique automatique“ in Peter Grzans Installation „Bild-SCHIRMEN“.