Herner Flottmann-Hallen legen ihre Image-Broschüre neu auf

Die Flottmann-Mitarbeiter Thomas Witt (Musik), Jutta Laurinat (Kunst) und Christian Strüder (Bühne, v.l.) mit der Image-Broschüre.
Die Flottmann-Mitarbeiter Thomas Witt (Musik), Jutta Laurinat (Kunst) und Christian Strüder (Bühne, v.l.) mit der Image-Broschüre.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Aus Grau wird Blau: Nachdem 1993 die erste und letzte Broschüre über die Flottmann-Hallen erschienen ist, gibt es jetzt eine Neuauflage.

Es war 1993, als die Flottmann-Hallen sich mit einem in strengem Schwarz-Weiß gehaltenen DIN-A-4-Heft denen vorstellten, die mehr wissen wollten über die Kulturstätte, der damals noch eine „alternative“ Note anhaftete. Mit dem avantgardistischen Theater Kohlenpott, mit „Ambitionierten Konzerten“, experimentellem Theater und Tanz, viel Kabarett und Kunst. Optisch wie inhaltlich in die Jahre gekommen, wird das Heft jetzt von einer neuen Image-Broschüre abgelöst. Sie stellt auf 36 Seiten das aktuelle kulturelle Spektrum der Flottmann-Hallen vor - mit himmelblauem Cover und vielen farbigen Fotos.

Teil des Zukunftskonzepts

1000 Exemplare sind gedruckt worden im Auftrag des städtischen Kulturbüros und gestaltet von Erich Füllgrabe. Klaus-Dieter Gülck, Kulturbüro-Leiter, erinnert daran, dass die Erstellung einer Image-Broschüre Bestandteil des vor einem Jahr vorgestellten „Zukunftskonzepts“ für die Flottmann-Hallen war. Die für Interessierte kostenlose Publikation soll in den Rathäusern, im Kulturzentrum, den Bürgerzentren und bei Stadtmarketing ausliegen und natürlich in den Flottmann-Hallen selbst. „Viele Leute haben immer noch gerne etwas in der Hand“, begründet Christian Strüder, der Gastspielverantwortliche, die Neuauflage in Zeiten des Internets.

Beibehalten wurde ein Text zur Geschichte der Hallen, in denen der Bergbauzulieferer Flottmann bis in die 80er Jahre produzierte. Aktualisiert wurden die Kapitel über die Kultursparten von den jeweiligen Verantwortlichen. Mit Christian Strüder und Jutta Laurinat koordinieren zwei langjährige Mitarbeiter die Bereiche Theater/Tanz/Kleinkunst und Kunst. Wenn sie zurückblicken, fallen ihnen eine ganze Reihe Neuerungen ein. Der Skulpturenpark auf dem Außengelände etwa wächst seit 2010, das Format ETST, das Kunstausstellungen im Aufbau mit einem kleinen Programm präsentiert, wurde erst vor zwei Jahren erfunden. Auch das Bühnenprogramm unterliegt einem ständigen Wandel. Während große Tanzproduktionen „angesichts der regionalen Konkurrenz, zum Beispiel von pact Zollverein, nicht mehr ohne Drittförderung aufrecht zu erhalten“ seien, so Strüder, seien Puppen-, Figuren- und Zirkustheater in die Lücke gestoßen. Auch das Pottporus-Festival findet im Herner Süden statt. Im Jugendbereich hat der RoomService Formate wie den „Sprechreiz“-Poetry Slam und Bandfusion eingeführt und auch das Theater Kohlenpott hat sich komplett verwandelt, in ein Kinder- und Jugendtheater. In der Musik (verantwortlich: Thomas Witt) halten sich die „Ambitionierten Konzerte“ von AufRuhr Records, Underground-Jazz und Coverrock mit der Band Powerstation sind ebenfalls in den Hallen verortet. Und auch Nischenprogramme wie das Fahrrad-Film-Festival haben bei Flottmann eine Heimat gefunden.

Auch der Sport ist in den Flottmann-Hallen zu Hause. Die Halle V ist Wettkampfort des KSV Herne 1920 und bietet Trainingsmöglichkeiten für Aikido, Judo, Jiu-Jitsu und Hantelgymnastik.

Events wie die Kuboshow, die Extraschicht, FilmSchauPlätze oder das Spielarten-Festival finden regelmäßig in den Flottmann-Hallen statt.

Veranstalter aller Art können überdies die Räume für Firmenevents, Tagungen, Empfänge, Messen und andere Veranstaltungen mieten.

Kontakt: HER 16 2951