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Herner CDU-Abgeordnete Fischbach vor Abschied aus Berlin

28.01.2016 | 21:00 Uhr
Herner CDU-Abgeordnete Fischbach vor Abschied aus Berlin
Der CDU-Vorsitzende Markus Schlüter mit den beiden Abgeordneten Ingrid Fischbach (r.) und Renate Sommer.Foto: Ralph Bodemer, Archiv

Herne.   CDU-MdB Ingrid Fischbach deutet einen Rückzug vom Bundestag an. Und: Für die Landtagskandidatur 2017 melden fünf CDU-Poltiker Interesse an.

Die Ära Ingrid Fischbach neigt sich offenbar dem Ende zu: Die seit 1998 dem Deutschen Bundestag angehörende Herner Politikerin wird voraussichtlich zur Bundestagsawahl 2017 nicht mehr antreten.

Auf Anfrage erklärt Ingrid Fischbach (58), dass sie ihre „endgültige Entscheidung“ im Sommer treffen werde. Aber: „Die Tendenz geht in Richtung ,Aufhören’“. Ursprünglich habe sie drei Legislaturperioden im Bundestag sitzen wollen, sprich: bis 2009. Doch dann hätten sich „spannende Entwicklungen“ ergeben.

Sommer denkt nicht an Rückzug

Bekanntlich war Fischbach von 2009 bis 2014 Fraktions-Vize und ist seit 2013 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Sie zog jeweils über vordere Plätze auf der CDU-Landesliste in den Bundestag ein.

Damit nicht genug: In der CDU wird darüber spekuliert, dass der Kreisverband nach der Europawahl 2019 auch nicht mehr im Europaparlament vertreten sein könnte. Die CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer, seit 1999 im EU-Parlament, sagte der WAZ, dass sie über 2019 noch nicht nachgedacht habe, betont aber: „Ich mache meine Arbeit nach wie vor sehr gern und habe mir in Kernthemen einen sehr guten Expertenruf erarbeitet. Warum sollte ich das aufgeben?“

So oder so: Die Union will künftig verstärkt auf die Karte Landtag setzen. Chancen habe ein Herner Kandidat hier aber wohl erst zur übernächsten Wahl 2022, so Partei-Chef Markus Schlüter.

Für die Landtagswahl 2017 bestehen für einen Herner CDU-Kandidaten aber kaum Aussichten auf einen vorderen Platz auf der NRW-Liste der Union. „Wir brauchen einen langen Atem“, sagt Schlüter. Heißt: Der für 2017 nominierte Herner CDU-Kandidat sollte auch zur Landtagswahl 2022 antreten – mit dann besseren Aussichten für die NRW-Reserveliste. Ein Direktmandat ist angesichts der Mehrheitsverhältnisse in Herne - Alexander Vogt (SPD) holte den Wahlkreis Herne 2012 mit 53,8 Prozent – zurzeit illusorisch.

Kreisverband hat Landtagswahl 2022 im Blick

Die zumindest mittelfristige Aussicht auf ein Mandat über die Landesliste, sprich: zur Landtagswahl 2022 ist wohl auch der Grund dafür, warum sich die Zahl der potenziellen CDU-Kandidaten für die Landtagswahl im Mai 2017 sprunghaft erhöht hat. Für ein parteiinternes Schaulaufen bleibt aber nicht mehr viel Zeit: Die Nominierung des CDU-Kandidaten für die Landtagswahl findet bereits am 9. März statt.

Wurde Andrea Oehler von der Herner CDU für die Landtagswahl 2012 noch ohne Gegenkandidaten nominiert, so werden diesmal bei den Christdemokraten bereits fünf Namen gehandelt. Nach WAZ-Informationen haben neben Bürgermeisterin Andrea Oehler (57) auch Partei-Vize Timon Radicke (30), Vorstandsmitglied Sven Rickert (41), OB-Kandidat Peter Neumann-van Doesburg (59) und CDA-Chef Frank Heu (52) Interesse signalisiert.

Er werde sich in der kommenden Woche mit den möglichen Kandidaten treffen, kündigt CDU-Chef Markus Schlüter an. Dabei gehe es um die Kriterien, die bei der Nominierung eine Rolle spielten. Dazu zählten unter anderem das Alter, der berufliche und familiäre Hintergrund, der Stellenwert innerhalb der CDU und der Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung.

Bettina Szelag winkt ab

Die Christdemokratin Bettina Szelag, die sich viele Menschen in und auch außerhalb der Union schon gut als Herner OB-Kandidatin der CDU hätten vorstellen können, winkt in Sachen Landtagswahl ab: „Ich werde nicht antreten“, erklärt die 53-jährige Ratsfrau auf Anfrage.

Und warum nicht? Sie habe in der Kommunalpolitik noch einiges zu tun, so Bettina Szelag. Die Mutter von zwei Kindern (12 und 16) ist zurzeit nicht nur Fraktions-Vize, sondern auch Vorsitzende des Kulturausschusses und des Beirats für Menschen mit Behinderungen.

Redaktion

Kommentare
30.01.2016
10:43
Herner CDU-Abgeordnete Fischbach vor Abschied aus Berlin
von kleinehilde | #3

Alles eine Frage der Jacke. Nur an der Richtigen Jacke ziehen, dann geht das schon.

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2016-01-28 21:00
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