Herner Bürger sorgen sich um grüne Oase am Ententeich

Der SPD-Bezirksverordnete Willi Hesse sorgt sich um die „grüne Oase“ rund um den Ententeich (Bild). Eine Stellungnahme der Stadt im Bezirk Herne-Mitte konnte seine Bedenken nicht zerstreuen.
Der SPD-Bezirksverordnete Willi Hesse sorgt sich um die „grüne Oase“ rund um den Ententeich (Bild). Eine Stellungnahme der Stadt im Bezirk Herne-Mitte konnte seine Bedenken nicht zerstreuen.
Foto: Michael Korte, Archiv
Was wir bereits wissen
Ein Vermessungstrupp im Bereich des Ententeichs in Herne-Süd löste Unruhe aus. Die Befürchtung: Ein Teil der „grünen Oase“ soll Wohnbebauung weichen.

Von großer Unruhe in der Bürgerschaft berichtet der SPD-Bezirksverordnete Willi Hesse. Auslöser sind Vermessungsarbeiten auf einem Grundstück der Herz-Jesu-Gemeinde am beliebten Naherholungsgebiet Ententeich in Herne-Süd.

Auf Hesses Nachfrage hatte die Gemeinde erklärt, keine Bebauung zu planen und auch nichts von entsprechenden Plänen Dritter zu wissen. Hesse wollte deshalb in einer Anfrage in der Bezirksvertretung Herne-Süd wissen, ob die Stadt die Messungen selbst durchgeführt oder Kenntnis über mögliche Bauvorhaben habe. Die Verwaltung verneinte dies zwar, aber Entwarnung will Hesse noch nicht geben.

Zweimal – im September und kurz vor Weihnachten – sei das Gelände intensiv von einem Trupp vermessen worden. „Irgendeine Absicht ist damit doch verfolgt worden“, sagt Hesse. Er kündigt an, weiter achtsam zu bleiben: „Wir lassen uns unsere grüne Oase nicht kaputt machen“, so seine Kampfansage an potenzielle Investoren.

Kein abschließendes Ergebnis brachte in der Bezirksvertretung auch die Diskussion über den Containerstandort Nordstraße in Baukau. Der SPD-Bezirksverordnete Karl Josef Schleußer hatte beanstandet, dass dort die Container für Glas und Papier beinahe vor den Fenstern der Kindertagesstätte stünden. Da die Kita nachmittags schließe, lüden Bürgern ihren Müll unbeobachtet an dieser Anlage ab.

Die Situation sei bekannt, erklärte Martin Peter (Entsorgung Herne). Dem Vorschlag Schleußers, die Container von der Nordstraße zu den Containern am Standort Jobststraße zu stellen, wies Peter zurück. Die Sammelstellen müssten fußläufig gut erreichbar sein, so die pauschale Begründung. Nachvollziehen konnte Schleußer das nicht: Die Containerstandorte Nordstraße und Jobststraße trennten nur rund 90 Meter, so der Sozialdemokrat.