Herner Banken wollen Kunden nicht per Skype beraten

Bankberatung per Skype - in Herne ist das zurzeit kein Thema
Bankberatung per Skype - in Herne ist das zurzeit kein Thema
Foto: picture-alliance/ dpa
Was wir bereits wissen
Die Sparkasse Oberhausen prüft, ob sie in Zukunft Kunden per Online-Dienst Skype berät. In Herner Banken ist dies zurzeit kein Thema.

Herne..  Die Sparkasse Oberhausen prüft derzeit, ob Bankberater ihre Kunden in Zukunft über den kostenfreien Online-Videodienst „Skype“ beispielsweise über Kredite zu beraten. Die Sparkasse am Niederrhein lässt ihre Kunden tatsächlich schon Konten über den Dienst eröffnen, indem diese einfach zur Identifikation ihren Personalausweis vor die Kamera ihres Computers oder Handys halten. So soll den Kunden der Gang in die Filiale erspart werden.

Die WAZ fragte bei Herner Kreditinstituten, ob diese Praxis eine Alternative für die Zukunft sein könnte.

„Derzeit gibt es in der Herner Sparkasse keine Pläne, Kundenberatungen künftig auch über den Videodienst Skype anzubieten“, sagt Unternehmenssprecher Jörg Velling. Vielmehr sieht die Sparkasse sich mit ihren 14 Geschäftsstellen auf Herner Stadtgebiet breit aufgestellt und somit auf kurzem Wege für ihre Kunden erreichbar. „Auch über zahlreiche Kommunikationskanäle wie etwa per E-Mail, über unsere Homepage, der Sparkassen-App und natürlich auch per Telefon können unsere Kunden bequem und sicher mit uns in Kontakt treten“, meint Velling.

Auch die Deutsche Bank setzt nicht auf einen Onlinedienst wie Skype. Zwar führt diese derzeit in ausgewählten Filialen der Region Ruhrgebiet/Münsterland eine Videoberatung ein – so zum Beispiel in Gladbeck oder Dortmund-Hombruch – diese diene aber nur zur besseren Beratung, da in solch kleinen Filialen nicht alle Experten vor Ort sein können. „In Herne besteht dafür kein Bedarf, da dort alle Experten an Ort und Stelle sind“, sagt Hanswolf Hohn, Pressesprecher der Deutschen Bank.

Fragen per Facebook möglich

Die Sparda-Bank West bietet eine Kontaktaufnahme über Skype in ihrer Kundenkommunikation ebenfalls nicht an. „Zwar diskutieren wir das Thema, da wir in einem permanenten Prozess unsere Kommunikationswege ständig überprüfen und modernisieren. Eine Einführung von Skype ist derzeit aber nicht geplant“, sagt Ulrike Hüneburg, Sprecherin des Unternehmens. „Wir beobachten aktuell, dass wir viele Wege anbieten, über die unsere Kunden mit uns in Kontakt treten können. Dabei treffen wir auf den Bedarf und die Wünsche unserer Kunden“, sagt Hüneburg. So haben Kunden unter anderem die Möglichkeit, auch über das soziale Netzwerk Facebook Fragen an ihre Bank zu richten. „Wir haben allerdings höchste Ansprüche an den Datenschutz und daher verhandeln wir dort nichts Privates“, so die Unternehmenssprecherin.

Vielmehr würden Kunden dann gebeten, den direkten Kontakt zu wählen. „Die Filiale, in der die Kunden mit uns persönlich kommunizieren können, ist immer noch die erste Anlaufstelle“, sagt Hüneburg.

Auch bei der Commerzbank wird die Einführung einer Beratung via Skype zur Zeit nicht diskutiert. „Wir arbeiten immer an neuen Onlineangeboten und bauen diese stetig aus, aber Skype steht bei uns nicht im Fokus der Entwicklungen“, sagt Commerzbank-Sprecher Matthias Kretschmer.