Herner Bandfusion überzeugt mit starkem Kontrastprogramm

Fetzten fast das Dach von den Flottmann-Hallen: „Chozo Cavern“ spielten eine Art „Deathcore“. Funke Medien Services
Fetzten fast das Dach von den Flottmann-Hallen: „Chozo Cavern“ spielten eine Art „Deathcore“. Funke Medien Services
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Sieben Bands machen für je 20 Minuten drei Stunden Programm: Das Konzept für „Bandfusion“ ist am Samstag in Herne einmal mehr aufgegangen.

Herne..  Ein schlechtes Wochenende für Stuttgart. Erst vergeigt der VfB den Rückrundenstart gegen Mönchengladbach, und dann fällt die musikalische Huldigung für die heimische Hip-Hop-Truppe „Die Fantastischen Vier“ in den Flottmann-Hallen aus.

Der Reihe nach: Die Veranstalter Roomservice und Rockbüro Herne planten ihren beliebten „Covercontest“. Das Fanvoting im Internet pickte die „Fanta 4“ als Covervorbild heraus. Nach ein paar Wochen war jedoch klar, dass es musikalisch schwer umzusetzen war und Bands sprangen ab. Also wurde kurzerhand die eine Veranstaltung mit einer anderen beliebten Konzertreihe ersetzt – willkommen bei der Bandfusion 2015!

Das Konzept ist herrlich einfach und effektiv – in drei Stunden bekommen sieben Bands jeweils 20 Minuten Zeit, sich zu präsentieren. Auf eine Abschlussbewertung wird verzichtet, die Gewinner sind die Bands und die Musikliebhaber vor Ort. Die Teilnehmer dieses Jahr sind Der Gorilla vonne Kirmes, Chozo Cavern, Gravity Rail, Last Appearance, Astral Sea, Das weisse Rauschen und Patrick Nagel.

Die Vielfalt des Konzepts wird beim Wechsel von Patrick Nagel auf Chozo Cavern deutlich. Patrick Nagel, der Drittplatzierte beim Herner Jugendpreis Herbert, steht auf der Bühne. Die roten Scheinwerfer erzeugen eine warme Atmosphäre, die Nagel nutzt. Der Mann mit der Gitarre spielt melodischen Folkrock, der das junge und alte Publikum entzückt. Im Stile eines Singer-Songwriters überzeugt Nagel mit entspannten Liedern. Mit der Ruhe ist es dann wenige Minuten später vorbei. Die Band Chozo Cavern betritt das Podium. Auf einen Live-Schlagzeuger muss verzichtet werden, aber die Jungs reißen dennoch die Hütte ab. Sie spielen eine Art Deathcore….also laut, sehr laut und es kracht gewaltig - Köpfe nicken, Füße wippen. Die Bandfusion hat für jeden Geschmack etwas parat.

Rockbüro-Vorsitzender Jakob Terlau zeigt sich zufrieden: „Der Abend lief super. Klasse Bands, die mal wieder bewiesen haben, dass die Herner Musikszene viel zu bieten hat. Mit über 300 Besucher sind wir sehr zufrieden. Ein großer Dank gilt natürlich auch den Bands, die das Konzept – trotz oder vielleicht sogar wegen der großen Herausforderung – annehmen.“