Herne erhält neuen Schwung in der Frage der Hotelansiedlung

Die Fläche des Dienstleistungsparks Strünkede wäre eine potenzielle Fläche für ein Hotel.
Die Fläche des Dienstleistungsparks Strünkede wäre eine potenzielle Fläche für ein Hotel.
Foto: www.blossey.eu
Die Frage, ob in Herne ein neues Hotel angesiedelt werden kann, erhält neuen Schwung. Unternehmen können bei einer Umfrage ihren Bedarf mitteilen.

Herne..  Das Thema schien - mangels Resonanz - beerdigt, doch nun gibt es neuen Schwung in der Frage, ob in Herne ein neues Hotel angesiedelt werden kann. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) und Stadtmarketing haben vor wenigen Tagen einen Fragenkatalog an Unternehmen verschickt, mit dem der Bedarf für Übernachtungen in Herne ermittelt werden soll.

Zur Erinnerung: Bereits Ende 2013 hatte die WfG eine Umfrage verschickt. Mit einer überschaubaren Resonanz: Von 230 kontaktierten Unternehmen reagierten ganze 14. WfG-Geschäftsführer Joachim Grollmann: „Unsere Abfrage hatte ergeben, dass das Herner Angebot zwar rein zahlenmäßig ausreicht, das qualitative Angebot jedoch bemängelt wurde. Allerdings waren damals die Rücklaufquoten so gering, dass eine Verwertung praktisch nicht möglich war.“

Ein weiterer Rückschlag in der Hotelfrage war die Tatsache, dass Herne mit seiner Bewerbung um den neuen Standort der Sparkassen-Akademie NRW leer ausging.

Doch offensichtlich, so Grollmann, sei das Thema Hotel für eine ganze Reihe von Unternehmen von hoher Bedeutung. In der Vergangenheit hatte Norbert Assen, Chef des Softwareunternehmens Isap AG, mehrfach den Wunsch nach einem Tagungshotel geäußert. Auch Ralf Tiemann, Verwaltungsleiter der Fortbildungsakademie NRW, hatte im Gespräch mit der WAZ erzählt, dass die Akademie regelmäßig Hotels für die Seminarteilnehmer hinzubuche.

Die neue Umfrage, so Stadtmarketing-Geschäftsführer Holger Wennrich, sei jedoch nur ein Instrument von vielen, um den Bedarf am Markt zu schätzen. Für ihn stelle sich nicht die Frage, ob Herne ein neues Hotel brauche, sondern ob die Region ein neues Hotel brauche, das in Herne steht. Wennrich sieht allerdings keinen Bedarf für ein „gesichtsloses Kettenhotel“. Seine Vorstellung ist ein Designhotel (maximal 90 Euro für ein Doppelzimmer) mit tollen Tagungs- und Ereignisräumen für Schulungen und private Feiern. Wennrich: „Herne sollte ein Hotel mit einer Qualität erhalten, die in einem Radius von 20 Kilometern ihresgleichen sucht. Und das ist machbar!“ Ein solches Hotel sei auch ein Zeichen. Es stehe für Großstadt und Aufbruch.

Die Umfrage, die drei Minuten in Anspruch nimmt, läuft noch bis zum morgigen Freitag: www.stadtmarketing-herne.de/

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