Helau! Tausende Narren feierten auf der Straße
15.02.2010 | 18:57 Uhr 2010-02-15T18:57:00+0100
Herne. 50 Wagen waren beim Rosenmontagzug auf Tour. An den Straßen feierten tausende Narren. Während des Zuges wurden etwa zwei Tonnen Kamelle unters Volk gebracht, und die HeKaGe ließ sich auch von einem technischen Malheur nicht bremsen.
Punkt halb zwei spiegelten sich die Schwellköpfe von Jim Knopf und seinem Chef, Lukas, dem Lokomotivführer, in den Schaufenstern der Weinhandlung Meimberg.
Und so bog die Spitze des Rosenmontagszuges von der Viktor-Reuter-Straße ab, um vorbei an der Tribüne auf dem Robert-Brauner-Platz zum Herner Rathaus zu ziehen. „Was machen die denn?”, fragte sich nicht nur OB Schiereck, als er die Begleiter des Führungswagens der Herner Karnevalsgesellschaft (HeKaGe) mit den Händen am Traktor die Zugmaschine schieben sahen. Die Antwort gab später HeKaGe-Organisationsleiter Bernt Tobies: „Die mussten echt schieben, fast die Hälfte der Strecke zwischen Kurt-Edelhagen-Platz und Rathaus. Der Traktor war defekt, nahm wohl kein Gas mehr an, weil die Kupplung durchrutschte.”
Aber lassen sich echte Herner Narren von solch' einem kleinen Missgeschick unterkriegen? Nicht im Geringsten! Mit vereinten Kräften schaukelten sie das Narrenschiff bis in den sicheren Hafen. Überhaupt lief sonst alles wie am Schnürchen. Und so kämpften sich auch die Fahrer der Rikscha-Gruppe – mächtig in die Pedale tretend – durch den Schnee auf der Strecke. Einem Schlitten hätte er weit weniger Widerstand geboten.
Auch die ambulanten Dienste des Marienhospitals zogen mit. Von ihrem Wagen „Pflege himmlisch gut” grüßten hübsche Engelchen. Na, ja. Es folgte der Dienstagclub von Haus Wiesmann, der klarstellte: „Wir sind kein Karnevalsverein und können trotzdem fröhlich sein.” Das stellte niemand auf der Tribüne in Abrede, schon gar nicht HeKaGe-Präsident Klaus Mahne, der den Rosenmontagszug souverän und mit dem gebotenen Humor moderierte.
Einer der optischen Höhepunkte im närrischen Lindwurm war der neue quietsche-gelbe Festwagen der 1. HeKaGe-Kükengarde. Mit besonders donnernden Helaus wurden auch der Motto-Wagen „Wir sind vom selben Stern – Cowboys und Indianer” der Lebenshilfe und die begleitenden Rolli-Fahrer der Lebenshilfe begrüßt. „Mit den Rollis die ganze Strecke durch den Schnee, das ist schon eine Leistung”, fand auch HeKaGe-Geschäftsführer Kai Gera.
Da hatte es das Stadtprinzenpaar Gaby I. und Ulrich I. auf ihrem von zwei weißen Schwänen gezogenen Prinzenwagen eine Ecke leichter. Wenngleich auch sie heute vielleicht ein Muskelkater in den Armen plagen mag – von den vielen Helau-Grußhändchen, die die Tollitäten ihrem närrischen Volk zuwarfen.
Wäre im Karneval nicht erlaubt, was sich sonst verbietet - manch' Wanne-Eickeler wären dem ASB böse gewesen. Schließlich kratzte sein Motto „Nichts ist so schön wie der Karneval in Herne” doch ganz schön an des guten Mondes Ehre.
Immerhin folgte prompt der Pop-Rock-Barde mit Zylinderhut und bekennende Wanne-Eickeler „Graf Hotte” alias Horst Schröder und stellte mit seinem Mottowagen augenzwinkernd fest: „Kulturhauptstadt 2010 Wanne-Eickel”. Ätsch, lange Pappnase!
Als der Zug nach genau 17 Minuten an der Tribüne vorbei zur großen Fete zum Rathausplatz gezogen war, konnte Klaus Mahne zurecht froh und zufrieden sein: „Das hat doch wunderbar geklappt, hoffentlich geht's ohne große Probleme weiter.”
21:29
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19:43
Büttenrede in Bremen gehört:
Zur Hartz IV Einführung, vor fünf Jahren und mehr,
da musste unbedingt ein Verfassungsbruch her!
Doch kaum ist er vom höchsten Gericht abserviert, wird auch schnell schon der nächste anvisiert.
Weil Hartz IV Eltern angeblich soviel Geld vertrinken,
will die Politik mit Gutscheinen winken:
Einen gibts für den Ranzen, der vielleicht sogar gefällt!
Dieses Kind kriegt Hartz IV, weiß danach alle Welt.
Den zweiten für kopiertes Lehrmaterial der Schule:
Das haut Fritzchen und Paula schon fast vom Stuhle.
Denn Kurt, Jan, Iris und Frieda stehen alle längst hier und rufen : Fritzchen und Paula, die sind Hartz IV.
Wer Gutscheine fordert mit einem flotten Spruch, der vollzieht bereits den nächsten Verfassungsbruch.
Ein Schild fehlt nur noch, wo draufsteht: Ich bin Hartz IV.
Hoffentlich seid ihr trotzdem nett zu mir?
Gutscheine sind niemals eine Lösung,
sie dienen immer nur der Verpönung.
Deshalb von mir dieser warnende Spruch:
Begeht nicht gleich Verfassungsbruch.
18:24
@ #3 gestern nannten Sie sich für Ihrer bemitleidensewerten Parolen noch ich kann kanrneval. Sehr flexibel...
17:56
Naja, da hatten unsere Hartzis mal wieder einen abwechslungsreichen Tag. Ab jetzt heißt es wieder: Unterschichtenfernsehen.
17:05
#1 Kommentar:
Gehört zum Artikel Das Herz der Eisarena.
17:02
Daß in Herne nach erfolgter Privatisierung von seiten der Stadt nach wie vor Zuschüsse geleistet und auch Kaufpreiserleichterungen dem 1. Erwerber zugebilligt wurde.(eishockey.net) Obwohl die Stadt Herne selber kein Geld hat.Warum werden diese Summen nicht einmal öffentlich gemacht. Aber in Herne wird jeder kommerzielle Unternehmer gestützt bis Herne einen Nothaushalt verordnet bekommt, dann haben wir in Herne garnichts mehr, weil alle Zuschüsse gesperrt werden.