Heimbewohner stimmen in Herne in den Chor der Singalongs ein

Die ID55-Singalongs mit ihrem Publikum im Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum an der Kronenstraße in Herne-Constantin.
Die ID55-Singalongs mit ihrem Publikum im Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum an der Kronenstraße in Herne-Constantin.
Foto: ID55
Was wir bereits wissen
Der ID55-Chor trat mit bekannten Liedern im Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum in Constantin auf. Der Spaß am Singen steht in der Gruppe im Vordergrund.

Herne..  Die Liederzettel sind verteilt, die Sänger haben Aufstellung genommen, auf der Gitarre werden die ersten Akkorde angestimmt, die Cajón-Trommel setzt mit einem klangvollen Rhythmus ein und damit die Kehle nicht trocken wird, steht ein frisch gezapftes Bier parat. Der Chor der ID55-Singalongs hat sich seit Wochen auf den Auftritt im Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum an der Kronenstraße vorbereitet.

Die Idee für ein gemeinsames Musikerlebnis entwickelte ID55-Mitglied Uwe Ziech, der familiäre Kontakte zum Seniorenzentrum pflegt. Das Besondere ist diesmal, dass nicht nur das gesungen wird, was den 25 Chormitgliedern am besten gefällt, sondern auch, was bei den Bewohnern gut ankommen und zum Mitsingen verleiten könnte.

Etwa 35 Bewohner versammelten sich im großen Saal um bekannten, aber auch unbekannten Klängen zu lauschen. Von „Lili Marlene“ von Lale Anderson aus dem Jahr 1939 über Paul Kuhns „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ von 1963 bis zu „Rockin‘ all over the world“ von John Fogerty (1975) sangen Chor und Bewohner nach anfänglichem Zögern in trauter Einigkeit und schunkelten im Takt.

„Im Vordergrund steht bei uns nicht der perfekte Chorgesang, sondern der Spaß am Singen. Um so schöner ist es, zu sehen, dass wir mit unserer Musik auch Menschen mit Demenz erreichen können“, erklärt Patrick Nagel, der die ID55-Interessensgruppe leitet, die eine Stunde später mit „Dankeschön und Auf Wiedersehen“ von Eric Hein Abschied nahm. Aber nicht für lange, denn beide Seiten hatten großen Spaß. „ Es hat uns super gefallen. Die Bewohner waren ganz aus dem Häuschen und schlugen sogar ein regelmäßiges Singen vor“, stimmt Altenpfleger Bernd Brodowski zu.

Wer nicht bis zum nächsten Auftritt warten möchte, kann auch zu den öffentlichen Treffen der Singalongs kommen.