Heike Strauß leitet zwei Altenheime der Awo

Führungswechsel: Ulrike Weiß (stellv. Abteilungsleiterin Qualitätsmanagement / Steuerung der Betriebe, li.) übergibt die Schlüsselgewalt an die neue Einrichtungsleiterin Heike Strauß.
Führungswechsel: Ulrike Weiß (stellv. Abteilungsleiterin Qualitätsmanagement / Steuerung der Betriebe, li.) übergibt die Schlüsselgewalt an die neue Einrichtungsleiterin Heike Strauß.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Else-Drenseck-Seniorenzentrum in Börnig und das Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum im Stadtteil Constantin werden seit 1. April von Heike Strauß geleitet.

Herne..  Personeller Wechsel bei der AWO in Herne: Nachdem Vorgängerin Katja Kießling dem Wunsch nach beruflicher Veränderung nachgegangen ist, werden das Else-Drenseck-Seniorenzentrum in Börnig und das Willi-Pohlmann-Seniorenzentrum im Stadtteil Constantin seit 1. April von Heike Strauß geleitet. Somit liegen nun Steuerung und Qualitätsmanagement zweier von drei Herner AWO-Senioreneinrichtungen in ihrer Hand.

Die 51-Jährige Hernerin war zuvor Einrichtungsleiterin in den AWO-Seniorenzentren Gevelsberg und Hagen-Haspe, hat also bereits Erfahrung damit, die doppelte Verantwortung zu tragen. Die Leitung einer dritten Einrichtung möchte sie nicht übernehmen. „Das wäre zu viel und würde einem die Nähe zu den Bewohnern nehmen, denn man muss ständig präsent sein“, so Strauß, die vor 26 Jahren als Pflegefachkraft im Else-Drenseck-Zentrum begonnen hat.

Zu ihrem „Comeback“ kündigt sie einige Projekte an. Besonders die Quartiersentwicklung, also die Öffnung der Seniorenzentren, soll dabei gefördert werden. So sei es ein gemeinsames Ziel von AWO und Politik, mehr Beratungs- und Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und durch Kooperation mit anderen Einrichtungen Netzwerke aufzubauen, die sowohl den Bewohnern als auch Kooperationspartnern von Vorteil sind. „Es gibt noch etliche kulturelle Vorurteile. Deswegen wollen wir Gäste herholen, ihnen unsere Arbeit und das Leben der Bewohner näher bringen, um das Tabuthema „Seniorenzentrum“ brechen“, erklärt die neue Einrichtungsleiterin ihr Vorgehen.

Auch ein seit sechs Jahren existierendes Projekt mit der Hauptschule am Hölkeskampring soll fortgeführt werden. Dabei kommen Schüler der neunten Klasse in ihrer Freizeit in das Pflegeheim, um Zeit mit den Bewohnern zu verbringen. Sogar Bingospielen und Hochbeetepflanzen mache ihnen da Spaß, wenn sie den Senioren damit „ein Stück mehr Lebensqualität“ geben könnten.