Haranni-Gymnasium in Herne stattet eine Klasse mit iPads aus

Tablets machen den Unterricht vielseitiger und schulen die Kinder im Umgang mit den elektronischen Medien.
Tablets machen den Unterricht vielseitiger und schulen die Kinder im Umgang mit den elektronischen Medien.
Schule in Herne-Mitte ruft im kommenden Schuljahr ihre erste Tablet-Klasse ins Leben. Die tragbaren Computer versprechen vielfältige Lernmöglichkeiten. Mit dem iPad können die Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts im Internet recherchieren. Auch zu Hause dürfen sie das Tablet benutzen.

Herne.. Der erste Schritt, der das digitale Zeitalter in den Schulen einläutete, war das Abhängen der grünen Gebilde auf die noch mit quietschender Kreide geschrieben wurde. An ihre Stelle traten Whiteboards, digitale Tafeln, die mit einem Computer verbunden sind. Mithilfe eines Beamers können Bilder auf ihnen projiziert werden, mit einem Digitalstift lässt sich darauf schreiben.

Das Haranni-Gymnasium geht jetzt einen Schritt weiter und führt ab dem kommenden Schuljahr - für den künftigen Jahrgang 5 - eine Tablet-Klasse ein. Als Schultablet habe man sich für Apples iPad entschieden, weil es a) günstiger, b) leichter und c) robuster als ein Notebook sei. „Die Tablets werden in jedem Fach eingesetzt“, sagt Thorsten Wroblewski, Lehrer und Koordinator der Tablet-Klasse. „Die Schüler sollen ein Medium nutzen, mit dem sie bereits vertraut sind und das sie ihr ganzes Leben begleiten wird.“

Aufbau eines W-Lan-Netzes

Um alle Funktionen des Gerätes nutzen zu können, baue die Schule zurzeit ein drahtloses W-Lan-Netz auf, über das die Wifi-fähigen Geräte ihren Weg ins Internet finden können. „Das W-Lan kann von den Lehrern ein- und ausgeschaltet werden, unser schuleigener Filter siebt unangemessene Webseiten aus“, so Wroblewski.

Gefiltert werden indessen nicht die Apps, die auf dem Pad installiert werden können. Die Schüler dürften das Tablet den ganzen Tag über aus nutzen - auch zu Hause - und dazu benötigten sie den vollen Zugriff auf das Gerät.

Finanziert werden sollen die kleinen Helfer über ein Leasing-Modell, bei dem die Eltern die iPads in einer monatlichen Rate abbezahlen. Die Möglichkeit, das Gerät nach zweieinhalb Jahren zu erwerben, bestehe mit der Zahlung einer Schlussrate. Zweieinhalb Jahre aus dem Grund, weil nach diesem Zeitraum die Pads gegen aktuellere ersetzt werden. Eine Versicherung ist Teil dieses Serviceangebotes, falls das Tablet mal zu Bruch gehen oder gestohlen werden sollte. Um Diebstähle zu vermeiden, stellt die Schule, zusätzlich zu abgeschlossenen Klassenräumen, Schließfächer zur Verfügung. Für den Fall, dass ein Geräte den Geist aufgibt, stehen Ersatztablets bereit.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Was das Haranni-Gymnasium sich von der Nutzung der Tablets verspricht? „Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig. Von digitalen Schulbüchern bis hin zu Bildschirminhalten - wie Lehrvideos oder Texte -, die auf das Whiteboard projiziert werden können“, sagt Wroblewski. Mit der eingestaubten, grünen Tafel ginge so etwas natürlich nicht.