Halde Pluto: Sicherheitsabstand zu Chemie-Firma

Auch aus Sicherheitsgründen wurde der Zaun zwischen der Halde und der Firma Innospec errichtet.
Auch aus Sicherheitsgründen wurde der Zaun zwischen der Halde und der Firma Innospec errichtet.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Der Zaun an der Halde Pluto wurde auch auf Grund der Störfall-Verordnung errichtet. Die Bezirksregierung informiert.

Herne..  Der Bericht über die Absperrung der Halde Pluto in Bickern hat die Bezirksregierung Arnsberg zu einer Reaktion veranlasst, in der sie – neben den in dem Artikel erwähnten Naturschutzgründen – auch auf sicherheitsrelevante Umstände hinweist, die eine Abriegelung der Halde in einem Teilbereich nötig machten.

Christian Chmel-Menges, Sprecher der Bezirksregierung, schreibt: „Gerne möchten wir einen Beitrag dazu leisten, die Hintergründe dazu aufzuklären - insbesondere hinsichtlich des Hinweises ,Sicherheitsbereich’.“ So handelt es sich bei den Anlagen der Firma Innospec um einen Betriebsbereich nach Störfall-Verordnung. Zwar führe nicht jede – theoretisch mögliche – betriebliche Störung zu einer konkreten Gefährdung. Dennoch sei im Zuge der Planung, die benachbarte Halde für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, berücksichtigt worden, dass eventuelle schwere betriebliche Unfälle im Sinne der Störfall-Verordnung auch Auswirkungen über den Werkszaun hinaus haben könnten. Deshalb seien von der Stadt Herne und der Bezirksregierung Arnsberg zuvor berechnete Abstandsflächen festgelegt worden. Innerhalb dieser Bereiche könne eine Gefährdung bei betrieblichen Störungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden, so der Sprecher weiter.

In diesem Zusammenhang sei entschieden worden, dass der Bereich zwischen Werkszaun und der Aussichtsplattform nicht öffentlich zugänglich sein sollte. Leider sei dies in der Realität nicht konsequent umgesetzt worden - das ist auch bei einer Informationsveranstaltung am 19. März 2015 im Ratssaal des Rathauses Wanne recht deutlich geworden.

Im Einvernehmen mit den Nachbarn

Angesichts dessen „hat die Bezirksregierung Arnsberg – übrigens im Einvernehmen mit den Nachbarn, die im Ratssaal anwesend waren – darauf hingewirkt, den genannten Bereich samt entsprechender Sicherheitshinweise abzusperren.“