H1N1: Impfwelle rollt jetzt an
05.11.2009 | 18:51 Uhr 2009-11-05T18:51:00+0100
Herne. Das gefürchtete H1N1-Virus, das als „Schweinegrippe” für Unruhe sorgt, breitet sich aus – auch in Herne. Seit Montag sind 16 neue Fälle bestätigt worden, darunter acht Schüler. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Mai auf 66.
Bislang sei die Erkrankung milde verlaufen, berichtet Rudolf Pinkal, der städtische Amtsarzt. „Allen Erkrankten geht's gut.” Doch sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Betroffenen während der Erkältungswelle im Herbst sowie im Februar/März rasant steige. „Das ist bei einer normalen Grippewelle aber ähnlich”, so Pinkal. Von übertriebener Aufregung oder gar Panik rät der Amtsarzt dringend ab.
In Absprache mit dem Gesundheitsamt
In drei Herner Schulen ist das H1N1-Virus bislang nachgewiesen worden. Mit sechs Fällen ist die Gesamtschule Wanne-Eickel am stärksten betroffen. Deshalb aber gleich die ganze Schule zu schließen, hält Rektor Georg Lantin derzeit für übertrieben. „Wir schauen uns jeden Morgen die aktuelle Lage an und entscheiden dann in Absprache mit dem Gesundheitsamt”, sagt er. Jene Klasse, in der die meisten H1N1-Fälle aufgetreten sind, sei bis Ende der Woche von der Schulpflicht befreit. Auch ein Lehrer habe sich an der Gesamtschule infiziert.
Eine umfassende Impfwelle gegen das H1N1-Virus rollt in Herne jetzt an: 45 Arztpraxen hätten ihr Interesse bekundet, an der Impfung teilnehmen zu wollen, davon haben 22 Praxen am Mittwoch (4.11.) den ersten Impfstoff bestellt. „Bei einer Praxis ist der Impfstoff bereits ausgeliefert worden, so dass dort die Impfung beginnen konnte”, bestätigt Stadtsprecherin Silke Bender. Rund 2000 bis 3000 Impfdosen stehen in Herne bis März 2010 pro Woche zur Verfügung, damit könne 50 % der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe geimpft werden. „Falls mehr gebraucht wird, so wird auch mehr bereit stehen”, meint Gesundheitsdezernent Meinolf Nowak.
Drei Schritte
Die Impfung soll in drei Schritten erfolgen: Zunächst sind Personen des öffentlichen Dienstes (also Ärzte, Pfleger oder Feuerwehrleute) an der Reihe, darauf die Gruppe der chronisch Kranken. Am Ende soll auch die „normale Bevölkerung” geimpft werden. Vor allem chronisch Kranken rät Dr. Heinz-Johann Struckhoff, der Vorsitzende des Herner Ärztevereins, dringend dazu, sich impfen zu lassen. Wer jedoch gesund ist und über ein stabiles Immunsystem verfüge, könne sich mit der Impfung noch Zeit lassen. „Hier sollte man flexibel sein”, meint er. Wie stark sich das Virus verbreite, sei eben im Moment nicht kalkulierbar.
Umweg über den Hausarzt?
Einige Verwirrung herrscht darüber, bei welchen Ärzten man sich impfen lassen kann. Anders als etwa in Essen, wo es eine öffentliche Liste gibt, müssen die Herner zunächst ihren Hausarzt konsultieren. Dieser nennt dann einen Kollegen, der impft, falls es der Hausarzt nicht selber tut. „Wir würden eine Bekanntgabe der impfenden Ärzte sehr begrüßen”, sagt Struckhoff. Die Stadt, die sich am Pandemieplan des Landes orientiert, hält die Liste bislang jedoch unter Verschluss. „Das werden wir weiter prüfen”, meint Amtsarzt Rudolf Pinkal.
21:01
Wie bei Entsorgung Herne. Alles kommunale Unternehmungen. Sie lernen es nie.
12:45
Das Gesundheitsamt ist flexibel wie eine Eisenbahnschwelle.
Wieso kann man nicht - wie auch in anderen NRW Städten - die Impfärzte per Anzeige bekannt geben?
Dem Bürger blieben unnötige Wege bzw. Telefonate erspart.
Hier wiehert einmal mehr der Amtsschimmel in Person des Amtsarztes.
12:18
Prozentual, wenn ich mich nicht verrechnet habe sind das 66 = x, 100 Prozent = 165.000:
6600:165.000= 0,04 Prozent der Herner Bevölkerung seit Mai erkrankt...
30.000 insgesamt in ganz Deutschland auch seit etwa Mai:
30.000 = x, 100 % = rund 80.000.000 in diesem Land= 0,0375 %, wenn ich die ganzen Nullen richtig eingetippt habe.
Ab wann spricht man von einer Epedemie???
12:11
Seit _Mai_ 66 Leutchen von165.000 erkrankt:
Wie viele Kinder und Erwachsene hatten eigentlich in diesem Jahr Masern, Windpocken und sonstige hochansteckende Krankheiten in Herne?
Ich hätte mal gerne objektive Vergleichszahlen. Und gab es da auch täglich Horrormeldungen?
Mich erinnert das irgendwie an Fernsehsops.
Gibt es eigentlich noch andere Themen?
10:58
Der Impfstoffverstärker soll nicht ohne sein...hab da was von chronischer Müdigkeit und Fibromyalgie gelesen, die in etwa 20 % aller Fälle auftreten sollen.
Ist alles nicht ohne, bei Hepatitisimpfungen gibt es auch in wenigen Fällen neurologische Schäden, aber so selten, daß es in Kauf genommen wird.
Die Betroffenen haben eben Pech, denn nachweisen kann man das nicht mehr, wenn man erst viel später drauf kommt, daß die Impfung die Ursache ist.
Nicht impfen lassen!
10:45
einmalreichtaus
wo haben sie dich laufen lassen?
gerade vom impfen gekommen?
bekannter ist selbst betroffen.
und am sonntag dürfen sie sogar alle zum martinilauf. schön weiterverbreiten.
ein schma, wer böses dabei denkt.
07:13
„Hast Du die ganzen Ausrufezeichen bemerkt? Fünf? Ein sicheres Zeichen für jemanden, der seine Unterhose auf dem Kopf trägt.“ - Zitat von Sir Terry Pratchett
23:58
die schule am rathaus hat den kindern mitteilungen mitgegeben, dass die grippe aufgetreten ist.
warum wird sie nicht geschlossen?
warum haben nicht alle kinder das schreiben bekommen?
super führung in dieser schule!!!!!!!!!!
21:36
Also ich werde mich solange nicht impfen lassen, wie mir bekannte Ärzte und befreundetes Pflegepersonal sich gegen eine Impfung aussprechen.
Soll heißen, in meinem Bekanntenkreis lassen sich gerade Ärzte sowie Personal aus dem Gesundheitswesen nicht impfen und da reihe ich mich sicher nicht in die Gruppe derer ein, die sich der Panikwelle hingeben.
21:09
Wenn man sich impfen lassen will sollte man den Beipackzettel, insbesondere bezüglich Risiken und Nebenwirkungen, am besten gar nicht durchlesen. Von allgemeinem Unwohlsein über Übelkeit bis hin zu neurologischen Ausfallerscheinungen geht da Einiges. Aber das ist wohl alles etwas übertrieben, bis auf die Tatsache daß mir abends ordentlich der Oberarm wehtat und ich deshalb nicht so recht wußte wie ich im Bett angenehm liege geht es mir hervorragend.