Gymnasium Wanne überzeugt beim Wettbewerb „Planspiel Börse“

Sie können mit (Spiel-)Geld umgehen: v.l. Joel Öge, Furkan Arslan, Ilayda Balkan und Marvin Docon-Farre
Sie können mit (Spiel-)Geld umgehen: v.l. Joel Öge, Furkan Arslan, Ilayda Balkan und Marvin Docon-Farre
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Anderthalb Monate lang investierten 48 Teams von sechs Herner Schulen virtuelle 50 000 Euro in eine Auswahl von 175 Wertpapieren. Die besten wurden in der Sparkassen-Zentrale geehrt.

Das Gymnasium Wanne hat bei der 32. Auflage des Schüler- und Studentenwettbewebs „Planspiel Börse“ mit finanzökonomischem Sachverstand geglänzt. Ein Team von vier Jugendlichen gewann die Herner Depotgesamtwertung, legte das fiktive Geld also besonders effizient an. Mehrere weitere Schülergruppen schnitten ebenfalls gut ab.

5800 Euro in zehn Wochen

Joel Öge, Furkan Arslan, Ilayda Balkan und Marvin Docon-Farre machten aus ihren virtuellen 50 000 Euro Startkapital innerhalb von zehn Wochen 55 828 Euro. Ein Wertzuwachs von gut 12 Prozent. „Wir haben uns vorher informiert, worauf es am Aktienmarkt ankommt“, sagte die 18-jährige Ilayda nach der Siegerehrung gestern Nachmittag in der Sparkassen-Zentrale. „Die Elektroautos von VW sind eine Innovation. Da kann man Glück haben.“ Auch in die ProSiebenSat1 Media AG investierten die Wanner Schüler. „Auf Pro7 laufen viele erfolgreiche Serien, zum Beispiel ,Big Bang Theory’. Wir dachten, dass sich das irgendwie auszahlen muss.“

Auch eine Gruppe des Haranni-Gymnasiums bewies Sinn für die Funktionsweise der Börsen. Die Schüler Sheng Jie Mao, Ahmet Kuran, Tugay-Can Aygör und Felix Schmidtfranz belegten den ersten Platz in der Nachhaltigkeitswertung: Sie investierten in Aktien von Unternehmen, die das Gemeinwohl im Sinn haben, indem sie etwa Wert auf Umweltschutz legen. Mit Anteilen am Chemie- und Pharmazeutikriesen Bayer oder dem Gesundheitsunternehmen Fresenius erwirtschafteten sie 4530 Euro Wertzuwachs. „Das mit der Nachhaltigkeit hat sich während des Spiels so ergeben“, sagte der 17-jährige Ahmet.

Das von den deutschen Sparkassen initiierte Planspiel Börse will Heranwachsenden das Geschehen in der Wirtschaft unter realen Bedingungen nahe bringen. Anderthalb Monate lang investierten 48 Teams von sechs Herner Schulen virtuelle 50 000 Euro in eine Auswahl von 175 Wertpapieren. „Wer, wie viele der Schüler, mehr als 10 Prozent Zunahme erreicht hat, ist wirklich gut“, sagte der Herner Sparkassen-Chef Jürgen Mulski. Das sei besser als das, was die Anlageprofis vom Berliner Platz schaffen – „allerdings gehen wir kein so hohes Risiko ein.“