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Gute Gewächse für den Herner Garten

14.03.2016 | 18:23 Uhr
Gute Gewächse für den Herner Garten
Foto: Jens Büttner, dpa

Herne.   Der BUND richtet am Samstag wieder seine Sträucherbörse aus.Hiltrud Buddemeier rät zu Pflanzen, die Insekten und damit Vögel anlocken.

Wer Vögel im Garten auch im Sommer füttert, möchte der Natur eigentlich etwas Gutes tun. Besser, als den Futtermangel von Amsel, Rotkehlchen und Co. mit Körnern auszugleichen sei es allerdings, die Ursachen anzugehen, betont Hiltrud Buddemeier vom BUND. Ein Grund, warum der Tisch in vielen Ziergärten nicht mehr so reich mit Insekten gedeckt ist, seien Trendpflanzen wie Koniferen und fremdländische Gehölze.

Jetzt, wenn die frostigen Temperaturen fast überstanden sind, beginne für die einheimischen Vögel bald Brutzeit und Aufzucht der Jungtiere. Und beim Nachwuchs helfe kein Trockenfutter: Die frisch geschlüpften Nestlinge bräuchten tierisches Eiweiß – etwa aus Raupen, Spinnen und Läusen. „In Gärten, in denen keine einheimischen Gehölze wachsen, verhungern die kleinen Vögel, oder sie werden als Brutplatz gemieden.“

Gartenbesitzer, die daran interessiert sind, Sträucher für Vögel und Schmetterlinge zu pflanzen, können beim BUND, Kreisgruppe Herne, gegen eine geringe Schutzgebühr (wenige Euro pro Pflanze) Sträucher kaufen. 400 Gehölze stehen am Samstag, 19. März, während einer Sträucherbörse im BUND-Garten, Vinckestraße 91, zwischen 10 und 13 Uhr bereit. Zusätzlich gibt’s Pflanz- und Pflegehinweise zu den Gewächsen. In Wuchs und Größe eignen sich die angebotenen Arten für Hausgärten. Die einzelnen Pflanzen werden zwischen 50 und gut über 100 Zentimeter hoch und zum Teil im Topf, zum Teil mit losem Wurzelwerk erhältlich sein.

Einheimische Pflanzen

„Wir veranstalten die Börse schon seit rund zehn Jahren“, erzählt Buddemeier. Die Aktion werde gut angenommen, und über die Jahre seien viele Gartenfreunde immer wieder gekommen. Trotzdem erhoffe sie sich, dass die Bedeutung einheimischer Pflanzen auch im Bewusstsein der Ziergärtner ankomme. „Wer ein Rotkehlchen im Garten haben möchte, muss auch den entsprechenden Lebensraum schaffen“, sagt die BUND-Kreisgruppenleiterin. Sie bedauert, dass heutzutage Sträucher gezüchtet würden, an denen bloß kein Blatt, bloß keine Blüte oder Beere auf die Terrasse herunterfallen soll. Dabei würden gerade die vielen einheimischen Gewächse, die zu jeder Jahreszeit anders aussehen, einen Garten beleben: „Im Frühling werden die Blüten von Bienen umschwärmt, im Frühsommer liefern sie Insektennahrung für die Jungvögel und im Herbst tragen sie Beeren für Mensch und Tier.“

Früchte für Marmelade

Besser würde es den Tieren gehen, wenn die Menschen wieder mehr Pfaffenhütchen, Wildrosen, Hartriegel, Heckenkirschen, Schlehen, Schneeball, Felsenbirnen und Berberitzen in die Gärten holten, sagt die Umweltschützerin. Über Schmetterlingsflieder, Ginster und Zierjohannisbeeren könnten sich Bienen und Schmetterlinge freuen. Und für die Marmeladenkocher sei bei der Sträucherbörse auch etwas dabei: Kornelkirsche, Apfelbeere, Eberesche und Holunder.

Dagmar Hornung

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2016-03-14 18:23
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