Grundschule in Herne macht mit bei Gesangswettbewerb

Musikpädagogen Till Backhaus (li.) und Lars Lütke-Lefert vom Projekt „Minimusiker“ im Klassenzimmer der Grundschule an der Forellstraße. Gemeinsam mit den Kindern produzieren sie eine CD.
Musikpädagogen Till Backhaus (li.) und Lars Lütke-Lefert vom Projekt „Minimusiker“ im Klassenzimmer der Grundschule an der Forellstraße. Gemeinsam mit den Kindern produzieren sie eine CD.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim ersten Gesangswettbewerb für Grundschulen macht die Einrichtung an der Forellstraße beim NRW-weiten Projekt mit. „Unsere Stimme hat was zu sagen“, so das Motto. Videos sind ab März im Internet zu sehen unter www.minimusiker.de/Unsere Stimme

Herne..  Nervös sind sie beim Betreten des Raums 304, ihrem Musikraum, den sie alle so gut kennen. Doch heute ist alles anders als sonst. Zwei Studio-Großmembranmikrofone stehen dort, ein kleines Tonstudio, ein Mann hat sogar eine Gitarre dabei. Ein Bild, das sie so sonst nur aus dem Fernsehen kennen. „Natürlich sind die Kinder am Anfang immer total aufgeregt“, so Till Backhaus, Musikpädagoge aus Münster bei „Minimusiker“ und Mitproduzent des Gesangswettbewerbs für Grundschulen. „Unsere Stimme hat was zu sagen“, lautet das Motto des Projektes, das in ganz Nordrhein-Westfalen läuft. In Herne aber, da hat sich nur eine Grundschule getraut, am „Contest“ teilzunehmen: die Grundschule an der Forellstraße.

Jedes Lied später auf CD gebrannt

Dabei geht es um weit mehr als allein um eine „Kompetition“. Vielmehr steht neben der Gemeinschaftsarbeit, in der alle Schulklassen gemeinsam ein Video drehen und ein Lied mit dem Titel „Unsere Stimme“ singen, auch die Sangesfreude der einzelnen Schulklassen im Vordergrund. Jede einzelne von ihnen studierte eigens für den heutigen Tag ihr Lieblingswerk ein, vorgetragen im Raum 304. Das Besondere dabei: Jedes Lied wird später auf CD gebrannt. Till Backhaus begleitet die Jungen und Mädchen dabei live an der Gitarre. „Wir haben uns für Rolf Zuckowskis ,Drache im Wind´ entschieden“, so Klassenlehrerin Kathrin Zöllner von der 2b. Mächtig aufgeregt ist sie beim Zuhören, schließlich wurde lange geprobt und das fertige Produkt wird später in einem Tonstudio in Berlin gemischt, bevor es auf CD gepresst wird. Gleichwohl betont Lars Lütke-Lefhert, Musikpädagoge und Produzent beim Projekt der Minimusiker: „Es geht hier ja nicht um ein Produkt, das im offenen Handel verkauft werden soll.“ Die Schüler sollen sich später beim Hören einfach wiedererkennen können und sich gerne an diesen besonderen Tag erinnern.“

Urkunde für Minimusiker

Und auch wenn nicht jeder Ton auf Anhieb sitzen mag – für die Kinder ist dieser Moment ein Mega-Event. So auch für Burak, Alina und Linette aus der Klasse 2a. Lächelnd blicken sie sich an, nehmen ihre Urkunde für Minimusiker entgegen. Gewachsen sind sie nach diesem Projekt allemal – vor lauter Stolz. Und ob sie nun am Ende den Wettbewerb gewinnen oder nicht, wird für die Kinder ganz bestimmt vollkommen zweitrangig sein.