Großchor singt Klassiker
26.05.2009 | 18:53 Uhr 2009-05-26T18:53:00+0200
80 Kinder intonieren am 14. Juni auf dem Buschmannshof „Den Mond von Wanne-Eickel” – auf Deutsch, Russisch und Türkisch.
Es ist, um ein paar abgedroschene Worte zu bemühen, ein Gassenhauer, Klassiker, Schlager: das Lied „Der Mond von Wanne-Eickel” von Friedel Hensch und den Cyprys aus dem Jahr 1962. Wenn man nun eine City-Offensive in Wanne-Eickel plant, und diese auch noch „Mach mir den Mond” heißt, dann liegt es nahe, das Programm nicht ohne diesen Tango auskommen zu lassen.
Tatsächlich hat sich die Stadtmarketinggesellschaft (smh) für das Mitte Juni geplante Fest in der Wanner Innenstadt (wir berichteten) etwas ausgedacht, das es so noch nie gegeben hat. Etwa 80 Kinder und Jugendliche werden am 14. Juni um 14 Uhr eine auf dem Buschmannshof aufgebaute Bühne betreten, um eben jenen Klassiker von Friedel Hensch zu singen, live. Aber nicht einfach nur so, sondern gleich in drei Varianten: auf Deutsch, auf Russisch und Türkisch.
„Diese Idee konnten wir nur mit professioneller Hilfe realisieren. Und wir dachten uns, dass wir dazu das Gospelprojekt Ruhr ranholen müssen, ein hochwertiges Kulturprojekt, das seine Wurzeln in Herne hat”, sagt smh-Geschäftsführer Holger Wennrich. Die Macher des Gospelprojektes, allen voran Christa Merle, mussten eigenen Aussagen zufolge nicht lange überlegen und sagten zu. „Ich finde die Idee total witzig, zumal in Wanne-Eickel die Kulturen verschmelzen”, so Christa Merle.
Die Vorbereitungen für den großen Auftritt des Kinderchores laufen auf Hochtouren. Die ersten Proben sind gelaufen, und auch eine ebenfalls geplante CD ist beinahe fertig. Die letzten Tonspuren würden gerade aufgenommen und dann abgemischt, weiß Christian Schnarr, musikalischer Leiter des Gospelprojekts. 500 Silberlinge werden produziert und dann gratis an die jungen Mitwirkenden verteilt beziehungsweise für zwei Euro pro Stück in den Bürgerlokalen in Herne und Wanne verkauft. „Wir mussten für die russische und türkische Variante das Stück natürlich neu arrangieren”, sagt Stefan Hammerschmidt, smh-Projektmanager. Auch die Übersetzungen seien eine große Herausforderung gewesen. Eigens engagierte Sprachscouts klopften die Texte daraufhin ab, ob sie erstens singbar und zweitens verständlich sind.
Stefan Hammerschmidt freut sich auf den Auftritt. Er sagt: „Wir sind mit vagen Vorstellungen an die Sache rangegangen. Jetzt ist es eine ganz große Geschichte geworden.”
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